Expertendialog für Führungskräfte „Dunkelverarbeitung in der Schadenregulierung am Beispiel Kraftfahrt Glasschaden”

Quelle: Synthesion Unternehmensberatung

Die stärkere Rückbesinnung der Versicherungsbranche auf ihr Kerngeschäft macht weitere Optimierungen notwendig. In diesem Zusammenhang sind unterschiedliche Entwicklungen am Markt zu beobachten, bspw. die Gründung von Schaden-Kooperationen unter Versicherern, der Aufbau und Zusammenschluss von Schadennetzwerken und die Entwicklung neuer technischer Verfahren.

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10 Antworten zu Expertendialog für Führungskräfte „Dunkelverarbeitung in der Schadenregulierung am Beispiel Kraftfahrt Glasschaden”

  1. Peter Pan sagt:

    Hallo
    was ist denn eine „Dunkelverarbeitung“?
    Ich bitte um nähere Erläuterung.
    Dass bei der RW-Börse jetzt auch „Blindgebote“ abgegeben werden,wusste ich bereits.
    Steckt hinter Beidem etwa derselbe „Erfinder“?
    MfG.Peter

  2. Willi Wacker sagt:

    Hallo Peter,
    auch ich lebe im Tal der Ahnungslosen. Auch mir ist der Begriff nicht bekannt. Ich kenne zwar Arbeiten in der Dunkelkammer, ich kenne auch Verdunkelungsgefahr aber Dunkelverarbeitung kenne ich nicht. Also vielleicht doch Verarbeitung im Dunkeln. Klärt uns Ahnungslose auf!
    Mit freundlichen Grüßen
    Willi

  3. Gandolf sagt:

    So, wie ich das verstanden habe und praktisch aus dem Prozess der Schadenabwicklung schlussfolgere, kann man „Dunkelverarbeitung“ nur dahingehend interpretieren, dass es sich hierbei um ein komplett automatisiertes Verfahren zur Abrechnung von Glasschäden handelt. Dunkel bedeutet dann wohl, dass eben keiner mehr draufschaut und sämtliche Schäden durch ein komplett automatisiertes Sieb von Wunsch-Standart-Preisen rieseln und somit garantiert nur „schlanke“ Rechnungen passieren.

    Wenn sich das durchsetzt, werden wir alle reduziert auf Datensätze, Durchschnittswerte, Wunschvorstellungen und schlussendlich abhängig vom elektrischen Strom, mit dem Ziel, Hirn vollkommen entbehrlich zu machen.

  4. Glöckchen sagt:

    Hallo Gandolf
    Hirn entbehrlich machen?
    Da fallen mir Einige ein,die diese Arbeitsmenge schon hinter sich haben.
    Wenn die Dunkelverarbeitung erst mal grassiert,dann hat sich auch der letzte Versicherungssachbearbeiter in den Vorruhestand verabschiedet.
    Der Blechdepp kürzt dann nach „Schema F“ nichtmehr auf Vorstandsanweisung,sondern kraft „Directory“-und wenn der Blitz reinhaut wird der Serverausfall nicht mehr von der dann überflüssigen Überspannungsschadensversicherung abgedeckt,sondern am Regulierungsaufwand eingespart,weil dann garnixmehr ausgezahlt wird—wie schön—dann wird der Elementarschaden gleich 1 zu 1 in Gewinn umgesetzt—und die Schafsherde zahlt alles brav mit ihren Versicherungsbeiträgen!
    Dunkelverarbeitung ist dann wie bei Herbert Knebel der Sketch“Interaktives Telefon“(guckstdu http://www.youtube.de)
    „Die Tage hab´ich mit´m Roboter telefoniert……..das war vielleicht n´Arschloch“ LOL

  5. rgladel sagt:

    @Gandolf: Genau so geht Dunkelverarbeitung, solange man nur im Rahmen bleibt, schaut keiner hin. Wird unter dem Strich teurer für die Versicherungen, denn die Glasbranche versteht sich da äußerst effektiv zu wehren. Siehe das stetig steigende Schadenaufkommen in dieser Sparte.

  6. Gandolf sagt:

    Hallo Glöckchen,

    Humor gehört zum Alltag. Wie sonst konnte man sich runterregeln vom Aberwitz, der einen in der Angelegenheit der praktizierten Schadensteuerung und sichtlich voranschreitenden hirnlosen Schadenabwicklung förmlich überrollt. Im Sinne der Versicherungswirtschaft bedeutet „Fair Play“ nichts anders, als marktwirtschaftlich regulierten Wettbewerb durch eine Art Planwirtschaft zu ersetzen. Dadurch schafften es große Teile der Versicherungswirtschaft in bisher beispielloser Konsequenz eine in sämtlichen tangierenden Belangen steuerbare, wie durchstrukturierte Parallelwirtschaft zu installieren.
    Fakt ist, dass es anscheinend nichts gibt, was dieser Entwicklung wirksam entgegensteht. Ausgenommen, man besinnt sich endlich darauf, dass kein noch so horrender Gewinn das Vertrauen der Menschen ersetzen kann. Was sich jedoch ohne zwingende Umstände kaum als gebotene Einsicht durchsetzen wird.

    Hallo Frau Glandel,

    Sie schreiben sinngemäß, dass sich die Glasbranche mit steigendem Schadenaufkommen wehrt.

    Das liest sich für mich so, als würde ‚eine Branche‘ förmlich Schäden provozieren in dem sie öffentlich und medienpräsent potenzielle Anspruchsteller hypersensibilisiert, um von der Regulierung über die Umverteilung durch die Versicherungsgesellschaften zu ihren Gunsten in dreister Weise zu profitieren. Dazu fällt mir allerdings nur eine Firma ein, auf die das umfänglich zutrifft.

    Der überwiegende Teil vom Rest der privat geführten Firmen, ich meine Firmen ohne freiwillig auferlegten Gruppenzwang zur Qualifikation in die Scheinselbständigkeit, kämpft mittlerweile lediglich ums Überleben und wird sich wohl hüten, ihren Kunden Schäden einzureden, überteuert abzurechnen oder sonstwie manipulativ zu agieren. Erstens hat kaum ein anderer die moralische Einstellung, als auch das Geld dazu (Werbung in großem Stil) und zweitens kann man von der den Grundtenor bestimmenden Absicht ausgehen, dass sich ihre Kunden jederzeit wieder vertrauensvoll an sie mögen.
    Bei Partnervernetzung hat man dieses ‚Problem‘ nicht, sie bekommt ihre Schäfchen mittels Steuerung planmäßig zugeführt. Und so gar nicht „Fair Play“ an der Sache ist, dass dies alles eben nicht zum Wohle des Versicherungsnehmers passiert, sonst würden nicht Tag für Tag Kunden aus der von ihnen eigens angesteuerten Werkstatt, nach Rückfrage beim Versicherer oder durch Verwarnung im Zuge von als kulant bezeichneter Regulierung, aus selbiger heraus gesteuert, obwohl es dafür weder vom Preis, vom Service oder gar von der Qualität der erbrachten Leistung her Veranlassung gäbe beziehungsweise gegeben hätte.

    Mit freundlichem Gruß an alle Schreiber und Leser.

  7. rgladel sagt:

    @Gandolf: Ich könnte hier mindestens ein Dutzend gefairplayte Partnerwerkstätten nennen, die ihren Nutzen aus der jetzigen Situation ziehen und die bei kompletter Dunkelverarbeiten noch besser zum Zuge kommen.

  8. Glöckchen sagt:

    Hallo Gandolf
    runterregeln vom Aberwitz?—ist das überhaupt noch erlaubt?

  9. Netzfundstück sagt:

    Da geht noch was!

    4. BF21-Kongress „Aktives Schaden- und Leistungsmanagement“ Köln, 10. bis 12. November 2010 –

    Der Branchentreff!

    >> Jetzt anmelden und bis zu € 300,- Frühbucherbonus* sichern! Schadenmanagement ist der „Schlüssel zum Erfolg“, Klaus-Jürgen Heitmann, Mitglied des Vorstandes, HUK-Coburg. „HUK-Coburg gewinnt Debeka für Werkstattnetz“ (FTD, 14.06.2010) Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir können uns wieder einmal davon überzeugen: Sie ist nicht aufzuhalten und gierig wie noch nie. Aggressiv, schlagkräftig, immer einen Schritt voraus, immer für eine Überraschung gut. Die HUK-Coburg – das Unternehmen, das ununterbrochen den Markt aufmischt, das Tempo vorgibt und alle Mitbewerber zum Zittern bringt. Das Schadenmanagement ist dabei der „Schlüssel zum Erfolg“, so Klaus-Jürgen Heitmann gegenüber FTD. Das bestätigt den unaufhaltsamen Wettlauf im Schadenmarkt.
    Und trotzdem: die Potenziale des aktiven Schaden- und Leistungsmanagements sind noch längst nicht ausgeschöpft, wie der Vorreiter im Markt immer wieder der Branche vorzeigt… Die Devise: Gute Erträge „dank niedriger Kosten und effizientem Schadenmanagement“, Dr. Wolfgang Weiler, HUK-Coburg. Eins ist sicher: einen Stillstand im Schadenbereich darf sich heute niemand mehr leisten! Deshalb sind und bleiben weiterhin vielen Aufgaben zu lösen:
    Lassen sich die Steuerungsquoten in K weiter anheben und wie? Wie kann man das „ungesteuerte“ Geschäft weiter optimieren? Wie sollen sich alle anderen Autoversicherer strategisch aufstellen, wenn schon so viele auf das HUK-Coburg-Werkstattnetzt zurückgreifen? Lassen sich hier noch neue, weitere Wettbewerbsvorteile erzielen? Welche Strategien verfolgen die Automobilhersteller?

    Quelle: http://verkehrsanwaelte.de/news/news12_2010_punkt3.pdf

  10. Gottlob Häberle sagt:

    Die Dunkelverarbeitung ist ein Geschäftsprozess in der Vorgangsbearbeitung, der vollständig automatisiert abläuft. Dieser Prozess bleibt im Dunkeln, weil der Ablauf vom Anwender weder beeinflusst, noch die Durchführung verfolgt werden kann.

    Typische Aufgaben, die komplett in Dunkelverarbeitung durchgeführt werden können, sind beispielsweise der Massendruck von Bescheiden oder Mahnungen, die Vorsortierung des Posteingangs, die Berechnung und Durchführung der Zinskapitalisierung von Geldanlagen oder Datenabgleichsarbeiten.

    Die Vorteile der Dunkelverarbeitung liegen in der Verkürzung der Verarbeitungszeit und Steigerung der Bearbeitungsqualität bei standardisierten Vorgängen, die keine Benutzerinteraktion erfordern.

    Von http://de.wikipedia.org/wiki/Dunkelverarbeitung

    Da der Anwender weder Prozesse beeinflussen kann, noch die Durchführung verfolgen kann, benötigt man meines Erachtens viele dunkle Gestalten in dunklen Kammern mit unterbelichteten (dunklen) Gehirnen, oder Spezialisten mit der Intension für dunkle Machenschaften. LOL.

    Grüße aus dem Wilden Süden
    Gottlob Häberle

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