HDI droht mit Nichtzahlung

Folgender Brief erreichte per Fax das Sachverständigenbüro, das für den Geschädigten ein Haftpflichtschadengutachten erstattet hat:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sollten Sie mit einer Einstellung des Fahrzeugs in eine Restwertbörse einverstanden sein, bitten wir um ein kurzes Rückfax, wir haben uns die Akte auf für den xx.yy.zzz auf Termin gelegt.
Sollten wir bis zu diesem Termin kein Rückfax erhalten haben gilt folgender Passus:

Sie haben uns untersagt, das von Ihnen gefertigte Gutachten bzw. Teile davon an Dritte weiterzugeben bzw. zu veröffentlichen.

Als Kraftfahrthaftpflichtversicherer des Schädigers steht uns das Recht zur inhaltlichen Prüfung Ihres Gutachtens zu. Wir verfügen über keine eigenen technischen Mitarbeiter, so dass wir diesbezüglich auf die Dienstleistungen Dritter angewiesen sind. Durch Ihre Untersagung einer Weitergabe bzw. Veröffentlichung z. B. in einer Restwertbörse ist Ihr Gutachten für uns aus diesem Grund nicht prüffähig. Wir können es daher nicht zur Grundlage unserer Regulierung machen.

Ein Anspruch auf Erstattung der Gutachterkosten gegen uns besteht nicht.
Zu unserer Entlastung erhalten Sie Ihr Gutachten im Original zurück.

Mit freundlichen Grüßen

HDI Direkt Versicherung AG
Kraftfahrt Schaden

Davon abgesehen, dass es mit Sicherheit unstreitig ist, dass die Versicherung einen Schadenersatzanspruch prüfen darf, nämlich ob dieser besteht und berechtigt ist, ist es schon sehr verwunderlich, dass die Versicherung hierzu nicht selbst in der Lage ist.

Dazu kommt aber auch noch die erpresserische Haltung: „Lasse es zu oder Du bekommst Dein Geld nicht.“

Im Übrigen ist die Einstellung des Fahrzeuges in eine Spezialhöchstpreisbörse zur ordnungsgemäßen Prüfung des Fahrzeuges gar nicht notwendig. Denn mit den Höchstgeboten kann ein ordnungsgemäß ermittelter Restwert überhaupt nicht sinnvoll geprüft werden.

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28 Kommentare zu HDI droht mit Nichtzahlung

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