Schadensmanagement der besonderen Art – nun wohl auch zu Lasten der Staatskasse?

Im Folgenden veröffentlichen wir einen Beitrag, der uns von einem Leser zugeleitet wurde. Offensichtlich ist das Schadensmanagement nun auch beim Finanzamt angekommen? Vielleicht sollte man gelegentlich das Bundesfinanzministerium auf diesen CH-Beitrag hinweisen? Man kann gespannt sein, ob die Politik Handlungsbedarf sieht, sofern die öffentlichen Kassen betroffen sind.

Leserbeitrag:

Hier die neueste Masche einer Kölner Haftpflichtversicherung mit drei Buchstaben, um die Mehrwertsteuer zu sparen:

Ein zum Vorsteuerabzug berechtigter Unternehmer hat einen Haftpflichtschaden verursacht.

Zur Abwehr der Ansprüche beauftragt die Haftpflichtversicherung einen Sachverständigen.

Dem Versicherungsnehmer geht nun folgendes Schreiben zu, dem eine Rechnung eines Sachverständigenbüros beigefügt ist, dessen Rechnungsadressat („Leistungsempfänger“)  der Versicherungsnehmer ist, obwohl der Versicherungsnehmer das Sachverständigenbüro überhaupt nicht beauftragt hat:

Sehr geehrter Herr … ,

im Hinblick auf die Schadenhöhe hatten wir uns in Bezug auf buchtechnische Verrechnungsfragen beim Anspruchsteller vom Sachverständigenbüro … beraten lassen. Wir übersenden die Rechnung Nr. … vom … . Wir haben den Netto-Rechnungsbetrag in Höhe von … EUR bereits direkt an das Sachverständigenbüro … überwiesen. Wir bitten Sie, unter Angabe der Rechnungs-Nummer den Mehrwertsteuerbetrag in Höhe von … EUR an das … Sachverständigenbüro … zu überweisen. Eine wirtschaftliche Belastung tritt für Sie nicht ein , da Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind.

Mit freundlichen Grüßen

So versucht die Versicherung die Bezahlung der Mehrwertsteuer zu umgehen.
Eigentlich müsste doch dann jeder Versicherungsnehmer, der zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, weniger Versicherungsprämie bezahlen!
Tut er das? Nein.

Bitte gebt Eure Kommentare ab!

Dieser Beitrag wurde unter Axa Versicherung, Das Allerletzte!, Haftpflichtschaden, Mehrwertsteuer, Sachverständigenhonorar, Unglaubliches, Wichtige Verbraucherinfos abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Kommentare zu Schadensmanagement der besonderen Art – nun wohl auch zu Lasten der Staatskasse?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.