Scharlatane im Auftrag der Gerichte !

Gerade wurde mir ein sogenanntes "Honorargutachten" welches ein Unfallrekonstrukteur Dr. Ing., im Auftrag eines Gerichtes verbrochen hat, zur Einsicht und Stellungnahme übergeben.
Man kann sich nur wundern welche geballte Inkompetenz, in so ein Pamphlet einfließen kann.


Anstatt dem zu erkennenden Gericht pflichtgemäß mitzuteilen, dass zur Erstellung eines Honorargutachtens die nötige Sachkunde fehlt, täuscht man das Gericht, kopiert eine BVSK Tabelle und behauptet dann ohne weiteren Sachverstand einzubringen(woher auch) dass der SV viel zu teuer ist.
Das Gericht könnte sich im Internet selbst diese BVSK Liste ansehen, deshalb muß man nicht ein paar tausend Euro verschwenden, die der Unterlegene zu bezahlen hat. 
Das Gericht will sicherlich nicht nur wissen wie absprachegemäß BVSKler abrechnen, sondern dem Gericht sind die Besonderheiten der Honorarstrukturen, das Zustandekommen der Mischkalkulation, die Betriebstrukturen der einzelnen SV, die erforderlichen Stundensätze usw. mitzuteilen um zumindest ein kleines Fenster aufzustoßen, welches einen betriebswirtschaflichen Einblick in die Kalkulation eines SV-Honorars ermöglicht.
Hier in diesem Fall, wird des SV von einem Mitbewerber erheblich geschädigt, wenn das Gericht diesem Gutachten Folge leistet.
Die Sachkunde fehlt hier nachweislich, deshalb ist das Scharlatanerie und nach meiner Meinung vorsätzliche Falschgutachtenerstellung.
Schon bei dem Beweisbeschluss des Gerichtes und der SV-Benennung , machen die RA den Fehler, sich solche unqualifizierten Scharlatane aufdrängen zu lassen.
Aber niemand wehrt sich, niemand beschwert sich bei den Kammern, bei der Regierung usw., deshalb sind auch diese Schweinereien möglich.
Möglichkeiten gibt es schon,weil ich persönlich vor einigen Jahren bei einer IHK ereicht habe, dass  bestimmten ö.b.u.v.SV (Auftragnehmer der HUK-Coburg) untersagt wurde Honorargutachten zu erstellen. 
Diese Scharlatane erhalten sogar viel Geld für so ein "Gutachten", sichern sich weitere Aufträge, weil sie wissen dass sie dafür bei der nächsten Streitsache von der HUK-Coburg vorgeschlagen werden und können sich noch daran erfreuen einen lästigen Mitbewerber finanziell geschädigt zu haben.
Als krönender Abschluss ist dann evtl. in der Urteilsbegründung noch vermerkt, dass das Gericht der hervorragenden Sachkunde des SV gefolgt ist. Ist das nicht pervers? 
Dem ist nichts hinzuzufügen, außer Yell.

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