Doppelmoral… BVSK – FairPlay – HUK-Coburg – SV-Honorare

Ich habe heute Abend Zeit gefunden die Zeitschrift „Der Kfz-Sachverständige“ zu lesen. Auffällig ist zunächst, dass Werner von Hebel das Editorial geschrieben hat (bzw. geschrieben bekommen hat…). Die nicht ganz frischen SV-Kollegen werden ihn kennen…

Danach aber stelle ich fest, dass nach den ersten interessanten Beiträgen, einer über Oldtimer, einer über Reibung am Fahrzeug, gleich fünf Artikel von Herrn Fuchs geschrieben wurden. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, denn zumindest bei vier der Artikel lässt sich der Überschrift entnehmen, dass es hier um Aufklärung von Reparaturbetrieben bzw. Kasko-Kunden geht. Besonders der Artikel „Langfristige Folgen sind verheerend – Aktuelles aus der FairPlay-Szene“ ist lesenswert.

Unter anderem heißt es dort: „Wo liegen die Nachteile? […] Allen FairPlay-Konzepten liegt die Idee zugrunde, dass die Reparaturbetriebe bestimmte Verhaltensregeln einhalten, die allesamt im Interesse des regulierungspflichtigen Versicherers liegen.“

Und weiter heißt es etwas später: „Nicht unterschätzen sollte man auch die Gefahr, dass der Kunde erkennt, dass hier sein eigener Betrieb mit dem Schädiger enger zusammenarbeitet als mit ihm selbst.“

Wahre Worte, der Artikel ist, wie bereits ausgeführt, sehr lesenswert, denn er beleuchtet die Gefahr, wenn Werkstätten den Versicherern Sonderkonditionen im Rahmen der FairPlay-Konzepte einräumen.

Nichts ahnend blättere ich dann auf Seite 20 um. Direkt im Anschluss an den FairPlay-Artikel erscheint der Artikel „Sachverständigenhonorare überarbeitet – Aktualisiertes Gesprächsergebnis BVSK-HUK-Coburg/Bruderhilfe“. Mir frieren die Gesichtsmuskeln ein.  Der Text dieses Artikels ist aus dem letzten Rundschreiben des BVSK bekannt.

Herr Fuchs propagiert hier in den Reihen der SV genau das, was er ein paar Seiten vorher lang und breit bei den Werkstätten kritisiert und wovor er warnt. Die SV sollen einer Versicherung Sonderkonditionen einräumen, um eine schnelle Regulierung zu erhalten, die die Versicherung so oder so leisten muss. Dem Kunden werden x Euro in Rechnung gestellt, aber wenn die HUK 40,- Euro weniger bezahlt, soll das auch in Ordnung sein? Kann mir einer erklären, was das soll? Das führt den vorherigen Artikel geradewegs in die Absurdität.

Das ist für mich Doppelmoral. Und wieder einmal werden nicht gerade wenige (nicht nur ein paar, verehrter Herr Fuchs) SV verraten und ihnen glanzvoll in die Magengrube getreten.

Davon abgesehen, dass im BVSK in mehreren Bereichen mit zweierlei Maß gemessen wird, denn manche SV sind wohl gleicher als andere, kann es doch wohl nicht angehen, dass öffentlich in einer Zeitschrift durch die Blume bekannt gegeben wird, dass es halt auch zu teuer abrechnende SV gibt, bei denen es dann Probleme bei der Regulierung gibt. So kann man seine Mitglieder auch hintergehen.

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