40 Milliarden vom Steuerzahler für umweltfreundliche Autos?

Quelle:    Opel fordert riesiges Rettungspaket von Merkel

Dazu solle es in Deutschland eine Verschrottungsprämie für mehr als zehn Jahre alte Autos sowie zinsgünstige Verbraucherkredite zum Kauf von Neuwagen geben. Die Autohersteller sollen damit in die Lage versetzt werden, neue und umweltfreundlichere Modelle zu entwickeln. Das Schreiben vom vergangenen Freitag hätten der Europa-Präsident von General Motors und Opel-Aufsichtsratsvorsitzende Carl-Peter Forster, Opel-Chef Hans Demant sowie der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz unterzeichnet.

Um sich die schönen neuen Autos auch leisten zu können, dürfen wir uns dann –  mit Erlaubnis – verschulden.

Und bleibt nicht zuletzt die Frage nach der Beständigkeit all der Arbeitsplätze auf Pump – weltweit? 

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4 Antworten zu 40 Milliarden vom Steuerzahler für umweltfreundliche Autos?

  1. Gottlob Häberle sagt:

    Wie steht den das im Einklang mit der Restwertproblematik im Schadenfall?

    In Bezug auf das Neuwagengeschäft sollen für 10-Jahre alte Fahrzeuge Verschrottungsprämien bezahlt werden.

    Sollen dann im Schadenfall durch die Sachverständigen für 10 Jahre alte Fahrzeuge immer noch riesige Restwerte in Restwertbörsen zu Gunsten der Versicherer ermitteln werden.

    Ja wie denn jetzt?

    Können die Sachverständigen dann beim Schrotthändler Restwerte anfragen?

    Möglich wäre dann auch ein neues Geschäftsmodell für manch einen Versicherer. Verschrottete Fahrzeuge günstig beim Schrotthändler aufkaufen und dann in Restwertbörsen teuer versteigern.

    Euer unwissender und verunsicherter
    Gottlob Häberle

  2. Hunter sagt:

    Die Automobilindustrie hat jahrelang den Trend verschlafen, moderne Autos herzustellen. Die Nachfrage zu umweltfreundlichen Produkten war schon lange absehbar. Und wundert sich dann, dass dicke Brummer, insbesondere in Amerika, tausendfach auf Halde stehen.
    Man braucht nur einen Blick auf Toyota zu werfen, die schon viele Jahre Entwicklungsarbeit geleistet haben und bereits massiv mit neuer Technik am Markt präsent sind.

    Ausserdem kommt hinzu, dass sich immer weniger Leute viele Produkte, wie z.B. ein Neufahrzeug leisten können. Billiglohn und Hartz 4 sind mit Sicherheit keine Konjunkturmotoren. Wird zwar auch schon lange überall diskutiert, aber leider keine sinnvollen Gegenmassnahmen eingeleitet.
    Es wird auch völlig verschwiegen, dass viele Haushalte bereits massiv überschuldet sind und deshalb dort der Konsum beendet ist. Nichtzuletzt verursacht durch die Automobilbranche, die munter die letzten 10 – 15 Jahre Fahrzeuge auf Kredit an den Mann oder an die Frau gebracht hat.
    Als Leasinganzahlung nehmen wir ihren alten oder so. Und nach 3 Jahren gibt es keinen alten mehr, den man als Leasinganzahlung verwenden kann. Kein Cash, keine Kreditwürdigkeit = Neuwagen ade!

    http://wirtschaft.t-online.de/c/16/81/05/24/16810524.html

    Des weiteren wurden die Steuerzügel bei Firmenfahrzeugen angezogen, so dass viele Betriebe den Fuhrpark reduziert haben.

    Und last not least war die letzte Ölkrise im Sommer (=Spekulationsblase) mit Sicherheit ein Schock für viele Leute. Kann man sehr gut an dem Willen zur Gasumrüstung erkennen, die zur Zeit Konjunktur hat.
    Der Wille zum Sparen lässt sich auch hier gut erkennen, da viele Umrüstwillige nur die Ersparnis im Kopf haben, aber technische Risiken der Umrüstung völlig ignorieren. Auch hier zählt nur noch die schnelle Mark. Weitsicht unerwünscht oder man ist so am Ende, dass man überhaupt keine andere Wahl mehr hat.

    Die Automobilindustrie ist schon seit vielen Jahren in der Krise. Nicht erst seit dem US-Wahlhelfer „Bankenkrise“, die nun für alles herhalten muss. Schon Ende der 80er Jahre war jedem Insider bewusst, dass es so nicht weiter gehen kann.

    Und nachdem der Karren dann sehenden Auges an die Wand gefahren wurde, halten die Automobilhersteller nun die Hand auf, um das Geld der kleinen Leute über Steuern abzusaugen mit dem Ziel, dieses auf Umwegen letztendlich wieder den Aktionären zuzuführen. Und das beste daran ist, dass dieses Geld infolge der maßlosen Staatsverschuldung durch den Steuerzahler auch noch finanziert werden muss.

    http://www.abendblatt.de/daten/2008/11/10/968745.html

    Und investieren munter in Drittländer weiter.

    http://www.presseportal.de/pm/59428/1297476/general_motors_gm_europe

    In Fachkreisen spricht man schon seit Jahren von einem drohenden Kollaps der Automobilindustrie. Sieht man doch am besten durch die vielen Insolvenzen der vergangenen Jahre. Jeder Sachverständige mit Kontakten zu Automobilhändlern weiß davon zu berichten. Aber auch das Sterben der Autohändler und entsprechende Zukunftsprognosen haben die Automobilmanager nicht dazu bewegt, einen Umdenkprozess einzuleiten bzw. in neue Technologien zu investieren.

    Wie überall hat auch dort nur der schnelle Dollar, Euro…. gezählt.

    Und weil bald Weihnachten ist, bittet man nun bei Frau Merkel, George Bush, dem Europa-Rat, in China usw. um Geschenke.
    Übrigens mit interessanter Begründung bei der deutschen Anfrage:

    Es soll Verschrottungsprämien für Fahrzeuge ab einem Alter von 10 Jahren geben, damit die Leute neue Autos mit der gleichen alten Dreckschleuder-Technik kaufen, um die Halden abzubauen.
    Oder man braucht nun plötzlich Geld zur Entwicklung umweltfreundlicher Produkte. Hört, hört? Geld, das bisher offensichtlich nicht investiert wurde, um die Aktionäre mit den bisherigen Gewinnen reichlich zu befriedigen und Geld, das auch massenhaft auf die Konten der „erfolgreichen Manager mit Weitblick“ geflossen ist.

    Wie z.B. aktuell bei der Dresdner Bank, bei der sich die Manager, kurz vor der Übernahme durch die Commerzbank, noch geschwind 400 Millionen Euro in die Tasche stecken wollen, obwohl sie einen Verlust von 2,5 Milliarden Euro zu verantworten haben. Als Ausgleich ist dann ein Stellenabbau von 9.000 Arbeitsplätzen im Gespräch?

    http://mobil.t-online.de/mobil/themen/wirtschaft/deeplinkcms/c/16/80/31/64/16803164

    Geht´s noch?

  3. borsti sagt:

    Ich find das rührend wie sich die Herren Forster u.a. hier und schon jetzt um Unterstüzung bemühen, – und das völlig selbstlos, – oder ??

    Ich glaube nämlich nicht daß die sich um ihre persönliche Zunkunft derzeit Sorgen machen müssen, es sei denn wir bekommen anarchische Verhältnisse!
    Aber wer weiß ??

  4. Hans Olg sagt:

    Diese Prämie muß dann selbstverständlich zusammen mit dem Restwert beim Wiederbeschaffungswert gegengerechnet werden, es steht also in vorzüglichem Einklang…

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