Der BVSK-Geschäftsführer „feiert“ den neuen Prüfmaßstab der HUK Coburg (HUK-Honorartableau 2016) und „verkauft“ damit ein weiteres Mal seine Mitglieder sowie die freien und unabhängigen Kfz-Sachverständigen an die Versicherungswirtschaft

Dass der BVSK mit der Versicherungswirtschaft eng verbandelt ist und insbesondere mit der HUK Coburg schon seit Jahrzehnten ein besonders „freundschaftliches Verhältnis“ unterhält, dürfte auch dem letzten „Blinden“ und/oder „Tauben“ der Branche nicht entgangen sein. Hierzu hatten wir ja schon des öfteren berichtet (siehe Kategorie BVSK). Insbesondere das langjährige „Gesprächsergebnis BVSK/HUK Coburg“ war ein deutlicher Beleg dafür, wie intensiv der Geschäftsführer des BVSK mit der HUK Coburg „Gespräche“ führt. Wie inzwischen bekannt sein dürfte und bei Captain HUK auch des öfteren darüber berichtet wurde, musste das sog. „Gesprächsergebnis“ kurzfristig vom Markt genommen werden, nachdem das Bundeskartellamt Ermittlungen aufgrund kartellrechtswidriger Absprachen aufgenommen hatte. Die Freundschaft des BVSK-Geschäftsführers mit der HUK wurde durch eine solche „Lapalie“ natürlich nicht getrübt. Das „Gesprächsergebnis“ erhielt einfach ein neues Etikett und nannte sich fortan „HUK-Honorartableau auf Grundlage der BVSK-Honorarbefragung“.

Wie sehr der BVSK auch in diese Preisdumping-Liste involviert ist, zeigt sich nun sehr deutlich an einem aktuellen Schreiben des BVSK, mit dem das neue HUK-Honoratableau 2016 den Mitgliedern mundgerecht serviert wird. Der BVSK-GF hält das HUK-Honorartableau für einen „richtigen Schritt“ und gibt sogar zu, dass er an diesem Versicherungs-Pamphlet beteiligt war/ist. Im letzten Absatz des Schreibens wird den Mitgliedern dann unterschwellig geraten (natürlich zuckersüß verpackt), sich auf das HUK-Honorartableau einzulassen. Der BVSK rät demnach seinen Mitgliedern (zur Vermeidung eines Rechtsstreits), die eigenen Betriebskalkulationen über Bord zu werfen, die ja (angeblich) die Grundlage zur  BVSK-Honorarbefragung darstellt und stellt anheim, künftig zu den Billigkonditionen des HUK-Diktats abzurechnen – die deutlich unter den Ergebnissen der BVSK-Honorarbefragung liegen? Nur so ist das folgende Schreiben zu verstehen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die HUK-COBURG wendet einen neuen Prüfungsmaßstab für Kfz-Sachverständigenhonorare an.

Diesen Prüfungsmaßstab dürfen wir hier anliegend beifügen.

Wir sehen in dem neuen Prüfungsmaßstab der HUK-COBURG einen richtigen Schritt und sind überzeugt davon, dass dies nur aufgrund der vielen Argumente, die wir in den letzten Monaten auch mit der HUK-COBURG ausgetauscht haben, möglich war.

Interessant ist aus unserer Sicht die Bereitschaft der HUK-COBURG, nun intensiv auch über qualitative Fragen der Gutachtenerstellung in einen Dialog einzutreten. Darüber hinaus wurde auch deutlich, dass die HUK-COBURG davon ausgeht, dass aufgrund der Entwicklungen in der Fahrzeugtechnik qualifizierte Gutachten zwingend erforderlich sind.

Wir werden in den nächsten Monaten nicht nur mit der HUK-COBURG gerade zu diesem Thema intensive Gespräche führen.

Die Entscheidung, wie mit dem neuen Tableau der HUK-COBURG umgegangen wird, hat natürlich jedes Sachverständigenbüro selbst zu treffen.

Nichtsdestotrotz glauben wir, dass mit diesem Tableau viele gerichtliche Auseinandersetzungen, die in der Vergangenheit geführt wurden und die wir auch sehr intensiv begleitet haben, nicht mehr erforderlich sind.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Fuchs
Geschäftsführer

Hierbei handelt es sich wohl um einen weiteren Fall für das Bundeskartellamt, bei dem man gleich die Nebenkostenvorgabe des BVSK-Geschäftsführers bei der aktuellen Honorabefragung des BVSK mit einbeziehen kann. Es ist einfach nur noch skandalös, was sich der BVSK unter der Ägide des derzeitigen Geschäftsführers in den letzten Jahrzehnten geleistet hat und damit die gesamte Branche nachhaltig massiv geschädigt hat bzw. weiterhin schädigt. Und dann noch großartig überall herumposaunen, was für ein toller Verband der BVSK doch angeblich sei. Einfach nur noch unglaublich, oder?

Wie blöd muss man eigentlich sein, indem man diesen Verband weiterhin mit Mitgliedsbeiträgen füttert?

Siehe hierzu auch: CH-Beitrag vom 25.11.2011

Urteilsliste “SV-Honorar” zum Download >>>>>

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