HUK-COBURG und VHV Versicherungen kooperieren beim Schadenmanagement

HUK-COBURG und VHV Versicherungen kooperieren beim Schadenmanagement / Gemeinsame Nutzung eines Werkstattnetzes – HUK-COBURG: Unterstützung für Werkstätten beim Ersatzteil-Einkauf

15.01.2008 – 14:00 Uhr, HUK-Coburg

   Coburg/Hannover (ots) – Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe und die
VHV Versicherungen kooperieren ab sofort bei der Nutzung des
Partnerwerkstattnetzes der HUK-COBURG. Die über 2 Millionen
Kfz-Versicherungskunden der VHV können damit auf Wunsch ebenso wie
die rund 7,8 Millionen Kfz-Kunden der HUK-COBURG im Schadenfall den
Service der 1.200 Partnerwerkstätten der HUK-COBURG nutzen, was deren
Auslastung weiter verbessern wird. Gleichzeitig unterstützt die
HUK-COBURG ihre Partnerwerkstätten bei der Beschaffung von
Original-Ersatzteilen. Die Betriebe sollen dadurch in die Lage
versetzt werden, den Kunden weiterhin höchste Reparaturqualität und
umfassenden Service zu bieten.

   Die HUK-COBURG Versicherungsgruppe bietet seit 2002 bundesweit
ihren freiwilligen Schadenservice PLUS an. Kunden im
Kasko-Schadenfall ebenso wie Anspruchstellern in einem
Kfz-Haftpflichtfall wird ein Bündel an zusätzlichen Serviceleistungen
geboten, wenn sie ihr Fahrzeug in einer der 1.200 Partnerwerkstätten
der HUK-COBURG reparieren lassen. 2006 wurde das Angebot ergänzt
durch Kasko SELECT, eine Kaskoversicherung mit Werkstattbindung:
SELECT-Kunden verpflichten sich zu einer Reparatur in einer
Partnerwerkstatt, erhalten dafür einen Nachlass von bis zu 20 Prozent
auf die Kasko-Prämie. Im Neugeschäft entscheidet sich mittlerweile
etwa jeder zweite Vollkasko-Kunde für die Kaskoversicherung mit
Werkstattbindung.

   Eine ähnliche Philosophie verfolgen die VHV Versicherungen. Auch
sie bieten unter dem Namen "Easy Drive" eine Kaskoversicherung mit
Werkstattbindung an. Die Kunden der VHV, welche sich für den
Schadenservice über Partnerwerkstätten ("Easy Drive") entschieden
haben, erhalten neben einer hochwertigen Reparatur ebenfalls einen
Nachlass auf die Kaskoprämie. "Die positive Kundenresonanz auf
unseren Schadenservice ,Easy Drive' war uns Anlass, in dieser
Richtung einen weiteren Schritt zu gehen", erläutert VHV-Vorstand
Dietrich Werner die jetzt beschlossene Kooperation. "Wir haben uns
für die HUK-COBURG als Partner entschieden, weil wir – wie die
HUK-COBURG – höchsten Wert auf Service und Qualität der
Reparaturleistungen legen und das Werkstattnetz der HUK-COBURG hier
Maßstäbe setzt."

   Die 1.200 Partnerwerkstätten des zukünftig gemeinsam genutzten
Netzes setzen sich etwa jeweils zur Hälfte aus herstellergebundenen
Betrieben und freien, auf Unfallinstandsetzung spezialisierte
Fachbetrieben zusammen. Um eine hohe Reparaturqualität
sicherzustellen, unterziehen sich die Betriebe laufend einer
Qualitätssicherung durch die Sachverständigenorganisation DEKRA. Bei
Reparaturen werden ausschließlich Original-Ersatzteile verwendet.
Zudem geben sowohl die HUK-COBURG als auch die VHV ihren Kunden eine
eigene Garantie von drei Jahren auf die Reparaturen in den
Partnerbetrieben.

   Die Zusammenarbeit der HUK Coburg und der VHV ist ausschließlich
auf das Schadenmanagement bezogen. Darüber hinaus agieren beide
Kfz-Versicherer unabhängig und im Wettbewerb im Markt.

   Im Jahr 2007 konnte die HUK-COBURG mehr als 100.000 Schadenfälle
mit einem Reparaturvolumen von über 185 Millionen Euro in ihr
Werkstattnetz steuern. Die HUK-COBURG ist damit Marktführer beim
Schadenmanagement. "Diese Position wollen wir weiter ausbauen",
erklärt Klaus-Jürgen Heitmann, für die Kfz-Versicherung zuständiges
Vorstandsmitglied der HUK-COBURG. "Wir sind daher froh, mit der VHV
einen der Top-5-Anbieter im Autoversicherungsmarkt als
Kooperationspartner im Schadenmanagement gewonnen zu haben und mit
der VHV zusammen eine hohe Auslastung unserer Partnerbetriebe
sicherstellen zu können."

   Beschaffung von Original-Ersatzteilen optimieren

   Die Werkstätten, so Heitmann weiter, müssten angesichts des
heftigen Wettbewerbs verstärkt darauf achten, ihre Kostenstrukturen
zu verbessern. "Auch dabei wollen wir sie noch intensiver als bisher
unterstützen." Bereits 2007 hatte sich die HUK-COBURG an den Kosten
von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen der Werkstattmitarbeiter sowie
von Beratungen zur Prozessoptimierung beteiligt. Jetzt wird die
HUK-COBURG ihren Partnerwerkstätten darüber hinaus dabei helfen,
ihren größten Kostenfaktor – den Einkauf von Ersatzteilen – zu
optimieren. Sie unterstützt daher die Betriebe bei der Beschaffung
von Original-Ersatzteilen. Heitmann: "Die Zukunftsfähigkeit jeder
Partnerwerkstatt soll damit auf ein stabiles Fundament gestellt
werden."

 
Originaltext:      HUK-Coburg       
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Leitung: Alois Schnitzer

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38 Antworten zu HUK-COBURG und VHV Versicherungen kooperieren beim Schadenmanagement

  1. Captain Huk sagt:

    Ja, Herr Gensert machen wir doch mal Werbung für die HUK und holen uns einen Pluspunkt und vielleicht eine Honorarkürzung weniger.
    Warum nicht?

  2. virus sagt:

    Fragen sich lieber die Autoteilehersteller, was hier für eine Umsatz bzw. Gewinneinbußenlawine auf sie zu rollen wird – wenn sie gleich den Reparaturwerkstätten nicht erkennen, dass hier weitere Millionen Milliarden? Gewinne der Versicherer zu ihren Lasten erzielt werden sollen.

    Es sterbe einmal mehr der Versicherungs anerkannte Mittelstandsunternehmer – langsam vor sich hin, nicht ohne zuvor noch viele Arbeitsplätze abgebaut zu haben.

  3. Willi Wacker sagt:

    Hallo Leute,
    den Inhalt des letzten Absatzes hat Herr Heitmann auch auf dem 3. Bonner Schadensforum vorgetragen, allerdings größtenteils Unverständnis von den teilnehmenden Werkstattunternehmern erhalten. Diese haben nämlich erkannt, daß gar keine Werkstattausweitung durch mehr Aufträge erfolgen kann. Die Anzahl der zu reparierenden Schäden liegt in etwa fest. Was der eine durch die Versicherung gesteuert mehr erhält, fällt dem anderen weg.
    Autowerkstätten Augen auf: Nicht jedes Geschäft entpuppt sich als Gewinn. Überlegt mal!
    MfG
    Euer Willi Wacker

  4. Gratulant sagt:

    Na da gratuliere ich doch den Partnerwerkstätten für noch mehr Auslastung zum Selbstkostenpreis.

    Liebe Werkstattinhaber denkt ihr noch hin und wieder an die gute alte Zeit wo ihr an Unfallreparaturen das Geld verdient habt und nicht die Huk Coburg?

    Auch hier keine oder eine gekaufte Lobby?

  5. WESOR sagt:

    Ja es gibt eben immer Lagerleiter die Umsatz generieren müssen,wollen.. Wichtig ist der Umsatz, dann reicht der Bonus als Jahresendprämie aus. Aber was kommt wenn der Bonus auch noch abgegeben wird? Dann kauft man die Originalteile im billigeren Ausland. Original ist eben originell. Was den einen Brot, des anderen Tod.

  6. AH Wenzel sagt:

    Seit vielen Monaten lese ich diesen Blog und fand die Beiträge bisher sehr aufschlussreich.

    Der obige Werbebeitrag verwundert mich allerdings! Wurde dieser Blog nun schon von der HUK-COBURG-Versicherung gekauft? Anders kann ich mir die veröffentlichung dieser HUK-COBURG-Werbung nicht erklären. Sogar die Presseabteilung der HUK-COBURG-Versicherung mit allen dazugehörenden Links u.s.w. werden hier aufgeführt.
    Schade, daß Captain-Huk zur Werbeplattform für die HUK-COBURG-Versicherung verkommen ist.

    Kann mir jemand eine andere und wirklich versicherungsfreie Informationsplattform im Internet nennen?

  7. Aspekto sagt:

    Lasst uns nicht die angeblichrn "Profitierer" des Schadensmanagement vergessen.

    Also, vorweg ein Zitat, diesmal ein Stiftung Warentest Artikel aus dem Heft test 06/2003:

    Bequem und teuer

    Auch die Schadenschnelldienste der Versicherer sind nichts für Skeptiker. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat 1999 die Autobahn-Notrufsäulen übernommen, dazu gibt es das Notfon 0 800/6 68 36 63 zum schnellen Kontakt zur Versicherung des Gegners. Das alles verspricht bequeme Regulierung. Der Geschädigte braucht sich nicht zu kümmern, bekommt einen Mietwagen, das kaputte Auto wird abgeholt, in die Werkstatt geschleppt und frisch gewaschen zurückgebracht.

    Doch Bequemlichkeit ist nicht alles. Geschädigte haben mitunter auch Anspruch auf Ersatz der Wertminderung, bei Personenschäden auf eine Haushaltshilfe oder auf Auslagenpauschalen. Diese Ansprüche fallen bei der bequemen Regulierung leicht unter den Tisch. „Zudem kennt man die Werkstatt nicht, weiß nicht, ob sie neue oder gebrauchte Teile einbaut“, sagt Gebhardt. „Die Versicherer treten als Helfer auf, stehen aber wirtschaftlich auf der Gegenseite.“

    Wer sich einmal auf den Gutachter der Versicherung eingelassen hat, muss bei späteren Zweifeln ein zweites Gutachten selbst bezahlen. Deshalb ist die Suche nach einem eigenen Fachmann ratsam – auch wenn sie schwierig ist.

    Um es auf den Punkt zu bringen:

    1. Ihr Auto könnte im Ausland repariert worden sein, in irgend einer Hinterhofschmiede und mit Gebrauchteilen. In jedem Fall ist meist nach der Reparatur, durch die Vertrauenswerkstätte die Werksgarantie auch an neuwertigen Fahrzeugen erloschen.

    2. Was wollen Sie ohne Beweissicherung machen, wenn sich herausstellt das Reparaturen unsachgemäß ausgeführt wurden? (z.B. Scheinwerfer geklebt, Felgen repariert, strukturgestörte Bauteile nur geflickt und überlackiert, unsinniger Teilkarosserieersatz, schlecht gerichtete (versteckte) Karosserieteile, fehlende Hohlraumversiegelung, fehlendes Auftragen von Unterbodenschutz). Sie sind es doch der bei Einwilligung in die „Partnerreparatur“ auf sein Recht auf eigene Schadensfeststellung verzichtet hat. Sie haben am Schluß nicht einmal eine Reparaturrechnung. Also, wohin wollen Sie sich mit einer evtl. Reklamation wenden? Und was dann? Muß ich tatsächlich zur Nachbesserung 70km, oder sogar bis nach Tschechien fahren? Was tun ohne eine qualifizierte Beweissicherung, wenn mein Unfallgegner seine Schuld auf einmal bestreitet?

    3. Sie werden nie erfahren was ihnen von Rechts wegen eigentlich zugestanden hätte. Wer soll ihnen das auch sagen (Sie haben ja keinen Anwalt oder Gutachter eingeschaltet)? Wo ist die evtl. mir zustehende Wertminderung geblieben? Warum wurde keine Farbtonangleichung vorgenommen?

    4. Sind Sie sich nach der Reparatur sicher ob alle eventuell erforderlichen sicherheitsrelevanten Bauteile getauscht wurden, obwohl Sie als Laie nie ein Gutachten erhalten haben. (z.B. neue Sicherheitsgurte bei Frontalzusammenstoß mit Rahmenverzug oder bei gestauchten B-Säulen, ausgelöste Gurtstraffer, Achsteile nach Vermessungsprotokoll, Servolenkung bei bleibend verformten Achsteilen, Airbagsystem prüfen bei verzogener Karosserie, Fehlerspeicher auslesen um versteckte Schäden an elektronischen Bauteilen aufzuspüren. [Bei Mercedes heißt das z.B. Star-Diagnose.]

    5. Sie haben dann kein Gutachten! Sie können ihr Fahrzeug später schlechter verkaufen, denn: Rechtshistorisches

    6. Ist Ihr Fahrzeug dann doch ein Totalschaden (laut Versicherungseigenem Sachverständigen), wird ihr Fahrzeug ohne ihre Einwilligung und ohne Beachtung der höchstrichterlichen Rechtsprechung in die Restwertbörse gesetzt, Zitat BGH (Urteil des VI. Zivilsenats vom 7.12.2004 – VI ZR 119/04):

    Leitsatz:

    a) Ein überdurchschnittlicher Erlös, den der Geschädigte für seinen Unfallwagen aus Gründen erzielt, die mit dem Zustand des Fahrzeugs nichts zu tun haben, ist dem Schädiger nicht gutzubringen (im Anschluß an Senatsurteile vom 5. März 1985 – VI ZR 204/83 – VersR 1985, 593 f. und vom 21. Januar 1992 – VI ZR 142/91 -VersR1992, 457 f.).

    b) Ein Geschädigter ist grundsätzlich nicht verpflichtet, einen Sondermarkt für Restwertaufkäufer im Internet in Anspruch zu nehmen; er muß er sich jedoch einen höheren Erlös anrechnen lassen, den er bei tatsächlicher Inanspruchnahme eines solchen Sondermarktes ohne besondere Anstrengungen erzielt.

    7. Haben Sie gewusst, das Sie einen Haftpflichtschaden dank der 130 % Rechtsprechung auch 30 % Prozent über den Fahrzeugwert richten dürfen?

    Meinen Sie die Versicherung wird Sie darauf hinweisen? Wink

  8. Der Hukflüsterer sagt:

    @ AH Wenzel Dienstag, 15.01.2008 um 18:06

    Harte Worte,
    aber ich kann Sie beruhigen. Captain-Huk ist kein käuflicher Blog.
    Warum der Autor diese Pressemitteilung hier eingestellt hat, wird wohl seine Gründe haben.

    Nehmen wir sie doch zum Anlass auf die Gefahren des Schadenmanagementes hinzuweisen.
    Vielleicht sind die Automobil-Teilehersteller über eine hoch rabattierte Großbestellung sehr erfreut. Doch die Werkstätten welche als Vertrauenspartner der Versicherungen Verträge haben, werden zukünftig über die „Versicherungsteilebörse“ ihre Ersatzteile beziehen müssen, zum diktierten „Partnerpreis“, Hurra!!
    Aus ist es dann mit der E.-T.Kalkulation welche noch Gewinne beinhaltet hat.
    Die Zulieferer für Automobilteile können sich eines mommentan größeren Verkaufsumsatzes(wenn auch billigst) erfreuen, werden sich aber in nächster Zeit wundern dass kaum noch normalpreisige Einzelteile an den Mann zu bringen sind, welche einen ordentlichen Gewinn abgeworfen hätten.
    Dazu braucht es nicht viel Weitsicht, dieses Spiel zu erkennen.
    Aber mit Speck fängt man ja bekanntlich Mäuse. Und diese dummen Mäuse werden nicht gescheiter und lassen sich immer wieder mit Speck fangen.

  9. Gehts noch? sagt:

    @ Gensert

    „Im Jahr 2007 konnte die HUK-COBURG mehr als 100.000 Schadenfälle
    mit einem Reparaturvolumen von über 185 Millionen Euro in ihr
    Werkstattnetz steuern. Die HUK-COBURG ist damit Marktführer beim
    Schadenmanagement. “

    Alle Achtung!

    Da ist es doch tatsächlich der HUK-Coburg gelungen 100.000 unfallbeschädigte Fahrzeuge in Autowerkstätten zu dirigieren damit sie auch dort repariert werden.

    Ein toller Erfolg, Wahnsinn!!!

    Da werden sich aber die Bäckereien u. Metzgereien welche üblicherweise sonst die Autos repariert haben sehr ärgern!
    Was ist eigentlich der Oberbegriff von Verarschung?

  10. Jurax sagt:

    Manchmal wundert mich die ganze Aufregung rund ums Schadenmanagement. Die wesentlichen Urteile rund um die Unfallschadenregulierung entstammen der Zeit des regulierten Versicherungsmarktes. Mochten die Preise auch anziehen, die Regulierung auch teurer werden, irgendwann im Herbst zog ein Aktuar bei der Versicherung einen Strich unter die Schadenaufwendungen, stellte fest, dass die Prämie nicht mehr langte, berechnete einen teureren Tarif, ließ ihn sich vom Aufsichtsamt genehmigen, und schon zahlte der brave Autofahrer etwas mehr. Jahr für Jahr.

    In den Neunzigern begann sich die Kostenspirale immer schneller zu drehen. Viele Werkstätten mussten irgendwie die vom Werk diktierten Showrooms und Normbodenfliesen finanzieren. Von der immer schneller zu erneuernden technischen Ausstattung der Reparaturbereiche mal ganz abgesehen. Und die Autovermieter entdeckten die in der Unfallersatzrechtsprechung verborgene Gelddruckmaschine. Wer vor zwei, drei Jahren vor Gericht mit ansehen durfte, wie Vermieter versuchten, den Unfallersatztarif betriebswirtschaftlich zu rechtfertigen, rieb sich nur noch die Augen. Kein Businessplan, keine saubere Kostenstellenrechnung, ja, manchmal waren Gewinn und Verlust nicht nachvollziehbar. Aber warum auch? Im Unfallersatz kam das Geld nur so herein. Dicke Provisionen an die vermittelnden Werkstätten waren üblich, teils in einer Höhe, die derzeit als normaler Vermietpreis pro Tag angesehen wird.

    Das Ganze kippte mit der Deregulierung des Versicherungsmarktes. Die ehemaligen kleinen und großen Reichversicherungsanstalten mussten lernen, im K-Geschäft kaufmännisch zu denken und zu handeln. Nach ein, zwei Jahren des Schockzustandes („Huch, wir verdienen ja gar nichts mehr!“) begannen erst zaghafte, dann immer deutlichere Bemühungen im Schadenmanagement. Bis dahin standen Versicherer als Zahler immer an der definierten, passiven Position der Wertschöpfungskette Unfallschadenmanagement. Jetzt sind sie aktive Marktteilnehmer, bündeln Nachfrage, setzen auf Großabnehmertarife. Das tut natürlich allen weh, die bislang profitierten, zumal manch Versicherer arg ruppig vorgeht. Noch wissen die bisherigen Profiteure, die Autovermieter mal ausgenommen, doch die haben sich durch das Überziehen ihrer vorteilhaften Position selbst in Schwierigkeiten gebracht, die ‚alte‘ Rechtsprechung auf ihrer Seite. Wie lange noch?

    Werkstätten, die nicht mit Versicherern kooperieren, haben einen zunehmend schweren Stand. Wenige Betriebe können sich auf ein funktionierendes Schadenmanagement der Hersteller verlassen. Das Meiste davon sind Absichtsbekundungen und organisatorisches Chaos. Verschleiß- und Garantiearbeiten nehmen immer mehr ab, und was an Karosserie und Lack instandgesetzt werden muss, ist zunehmend ein Fall fürs LaKaZe des Herstellers. Die vom BGH so hoch gehaltene Markenwerkstatt verkommt häufig genug zum Regiebetrieb.

    Letztlich bleibt allen Beteiligten, Sachverständigen, Werkstätten und Autovermietern, für sich einen Blick in die Zukunft zu werfen und – abseits aller (berechtigten) Emotionen – kaufmännische Entscheidungen zu treffen. Die Hersteller und Versicherer haben dies bereits getan, und beiden sind die einzelnen Werkstätten im Grunde egal. Beiden.

    Den Satz ‚Ich bin so eine arme Sau, und die anderen sind alle böse zu mir.‘ habe ich noch in keinem BWL-Lehrbuch gefunden. In Israel heißt es: Ein guter Kaufmann hat keine Zeit, zur Klagemauer zu gehen.

    Ein interessierter Zuschauer, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite.

  11. Der der sich einen Bären aufbinden lässt sagt:

    „Ein interessierter Zuschauer, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite.“

    LOL LOL die Versicherungsposter können erst kurz vor Mitternacht schreiben, dann können sie sich zumindest auch über eine kurze verweildauer auf CH freuen.

  12. Gladel sagt:

    Also irgendwie leuchtet es mir nicht ein, dem gesteuertem Schadenmanagement etwas positives abzugewinnen. Überall setzt man auf freien Wettbewerb, nur in diesem Zusammenhang diktieren plötzlich im Vergleich zu Werkstätten riesige Konzerne den Markt. Teilweise sollen Betriebe nicht kostendeckend arbeiten, nur um die Vorgaben der Versicherungen zu erfüllen. Hier wird eine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt um die Wettbewerb zu beschneiden. Schon alleine das müßte Seitens der Kartellbehörden überprüft werden. Dann noch dieses diktierte Qualitätsmanagement über die DEKRA.

    Das nennt man dann „im Sinne der Verbraucher“. Dumpingpreise sind nur so lange für den Verbraucher von Vorteil, bis sie zur entgültigen Verdrängung der Konkurrenz geführt haben. Dann haben diese das Nachsehen.

    Wenn es keine unabhängigen Werkstätten und Sachverständige mehr gibt, ist das nur für die Versicherungen von Vorteil.

  13. Jurax sagt:

    Ich muss es vielleicht erweitern: Ich verdiene mein Geld weder auf der Versicherer-, noch auf der freien oder der Herstellerseite.

    Wer die Presse aufmerksam verfolgt und sich auch mal bei der einen oder anderen Veranstaltung umtut, dem kann nicht entgehen, dass der Reparaturmarkt zunehmend im Zangengriff steckt. Nicht nur die Versicherer, sondern auch die Hersteller versuchen das Reparaturgeschäft in den Griff zu bekommen. Nicht der Autoabsatz bringt bei diesen das Geld (außer über die Autobanken), sondern der gesamte After-Sales-Bereich. Die Tendenz geht zum Autohaus als Regiebetrieb mit Reparatur (Verschleiß / Garantie / Unfall) in LaKaZes o. ä. Diese Idee ist nach einer Schwächephase wieder stark im Kommen.

    Das echte Werkstattsterben hat noch gar nicht begonnen, aber es kommt, und nicht die Versicherer werden es sein, die die letzten Nägel in den Sarg hauen.

    Ich plädiere nur für ein wenig mehr Realismus (und betriebswirtschaftlichen Egoismus), gerade wenn die Sachverständigen am Ende nicht mit wegsaniert werden wollen. Ansonsten kämpfen sie noch auf ihren Barrikaden gegen die Versicherer, während die Front längst an ihnen vorbeigerollt ist.

    Wie gut sind Ihre Kontakte zu den After-Sales-Bereichen der großen Hersteller? Sind Sie dort schon gelistet?

  14. Michael Gensert sagt:

    @AH Wenzel

    Der Artikel wurde von der HUK herausgegeben.
    Hier im Blog stellt er eine INFORMATION dar. Wer keine INFORMATIONEN möchte, kann den Beitrag einfach überlesen.

  15. Der Haule sagt:

    Zerbröseln wir doch mal diese superlukrative Auslastung der Werkstätten:

    1.200 Partnerwerkstätten

    100.000 Schadenfälle

    Reparaturvolumen von über 185 Millionen Euro

    macht:

    83 Autos pro Betrieb und Jahr

    1,6 Autos pro Woche

    1850,-@ pro Schaden

    Wobei diese Schäden nicht neu generiert werden, sondern in Anbetracht der stagnierenden bzw. in Zukunft (Stichwort aktive Sicherheit) sinkenden Unfallzahlen sowieso bloß von anderen Werkstatthöfen “geklaut” sind.
    Es ist zur Zeit ein schizophrener Wettlauf im Gange, den Mittwettbewerber mit allen Mitteln im Wettlauf um die Gunst der Versicherungen zu überholen und sich diesen anzudienen. In der Hoffnung, einer der “Beweihräucherten” zu sein, die als Sieger aus dieser Schlacht hervorgehen. Koste es was es wolle. Wettbewerb wird hier von einer Macht von außen gesteuert. Die Grundsätze der Marktwirtschaft werden hier ausgeschaltet und durch Interessen bestimmter Gruppen beeinflusst, ja diktiert. Wie die Geschichte zeigt, sind solche Systeme dem Untergang geweiht. Nur wird es nach dieser Schlacht, aufgrund globaler Verquickungen, nur Verlierer auf der Werkstattseite geben. Die Versicherer werden bis dahin ihre Schäfchen im Trockenen haben. Dann schreien wieder alle nach dem Staat. “Hilfe, Hilfe, wir sind am Ende!!”. Die wahren Verantwortlichen werden ihre Hände in Unschuld waschen. “Sind doch selber schuld, die Werkstätten, wenn sie nicht rechnen können. Unsere Angebote (Partnerschaft) waren rein freiwilliger Natur…….”.

    Der Haule

  16. WESOR sagt:

    @ AH Wenzel, diese unveränderte Information über HUK-Coburg, VHV soll die Gefahren aus der Versicherungsstrategie für den Diensleistungsbereich aufzeigen. Aber wie man liest, nehmen Sie diese Info nicht als Warnung, sondern als Werbung für die HUK-Coburg an. Wann dämmert es denn bei den Werkstätten eigentlch, was hier mit viel Erklärung eingebracht wird ist die Leistung von freien Gutachtern und Anwälten um unsere Gesellschaft nicht in eine Versicherungsdiktatur verkommen zu lassen.

  17. Gladel sagt:

    Die sogenannten Fachverbände schlafen, helfen den Werkstätten in keiner Weise. Statt auf die Gefahren hinzuweisen, ist man oft Stolz einen Rahmenvertrag mit den Versicherungen abzuschließen.

    Mangelnde betriebswirtschaftliche Kenntnisse tun ein übriges. Viele Werkstätten „kalkulieren“ ihre Preise, in dem sie die Preise der Konkurenz einfach unterbieten. Nach dem Motto so bekomme ich die Kunden, nicht der andere. Leider vergessen viele, das es nicht auf den Umsatz ankommt den man macht, sondern auf den Gewinn.

    Leider begreifen weder Werkstätten noch Kunden, wie gefährlich Dumpingpreise sind.

  18. Robin Huk sagt:

    Der Haule hat es eigentlich auf den Punkt gebracht.

    Insbesondere was die Auslastung der Partnerwerkstätten betrifft.

    Mit 1,6 Autos pro Woche kann eine Partnerwerkstatt nicht “leben”. Erst Recht nicht, wenn sich der durchschnittliche Schadensbetrag auf 1.850 € beläuft.

    Das hat offensichtlich auch die HUK erkannt und sich deshalb die VHV ins Boot geholt.

    Die Ziele waren offensichtlich zu hoch gesteckt, indem man 1.200 Betrieben eine goldene Zukunft mit hervorragender Auslastung versprochen hat.
    Der gewünschte Erfolg scheint sich unter Betrachtung der Zahlen jedoch nicht eingestellt zu haben, wenn man nach kostenaufwändiger Aquise dann einen Mitbewerber bei der Ernte der Früchte teilhaben lassen muss.

    Meiner Einschätzung nach sind die Initiatoren der Werkstattsteuerung durch viele Beschwerden unzufriedener Partnerwerkstätten bei der HUK intern unter Druck geraten.
    Als einziger Ausweg blieb dann nur noch die Kooperation mit der Konkurrenz.
    Das was man in dem Beitrag als Erfolgsstory bzw. Sieg verkaufen will, ist in Wahrheit die Offenbarung der Schwäche des Systemes und sollte eine Warnung für die gesamte Kfz-Brache sein.
    Die obige Botschaft der HUK lautet nämlich wie folgt:

    Liebe Werkstätten; wir wissen zwar, dass wir unsere großspurigen Versprechen bisher nicht einhalten konnten.
    Aber bitte nicht gleich davon laufen, da wir möglicherweise das Disaster aufhalten können, indem wir uns mit der Konkurrenz arrangieren.

    Es steckt aber noch eine weitere wichtige Botschaft für alle in dem Ursprungsbeitrag.

    Der Fa. HUK Coburg ist es trotzdem gelungen, bisher 100.000 Unfallinstandsetzungen in die Partnerbetriebe zu “steuern”, wenn man davon ausgeht, dass diese Zahlen stimmen.
    Der Bezug zur Wahrheit bei dieser Gesellschaft ist ja den meisten bestens bekannt.

    In dieser angenommenen Zahl befindet sich natürlich ein erheblicher Anteil “gesteuerter Haftpflichtschäden”, die Mangels Kontrolle durch Sachverständige und Rechtsanwälte nicht im Sinne des Geschädigten zur Abwicklung gekommen sind.
    Hier müssen entsprechende Gegenstrategien entwickelt werden.

    Captain HUK ist bereits eine davon.

    Demzufolge sehe ich in dem obigen Beitrag keinen werblichen Zusammenhang für die HUK, sondern vielmehr Schwäche sowie eine warnende Botschaft für alle Parteien auf der Seite der Geschädigten und ein Ansporn zur Ausweitung der bisherigen Aktivitäten.

  19. Peacemaker sagt:

    1200 Partnerwerkstätten braucht man schon, wenn man sie im 2. Schritt gegeneinander ausspielen will. Ich höre schon die Frage:
    In Ostdeutschland bekommen die Partnerwerkstätten xy €/Std. bezahlt. Sollen wir künftige Aufträge dorthin geben oder wollt zum gleichen Betrag, besser aber für noch weniger, für uns arbeiten?

  20. internetleser sagt:

    @Der Haule

    Für solche Berechnungen sind die Infos gut. Damit kann man den Werkstätten prima zeigen, welcher durchschnittliche Umsatz zu erwarten ist, wenn die Anfütterphase vorbei ist.

  21. downunder sagt:

    hi robin
    genauso,und nicht anders muss man das sehen;sehr schöner beitrag!
    dazu passt,dass die huk jetzt die werkstattbindung mit 20 und nicht mehr nur 15 % rabattieren soll.
    eine folge der bitteren erkenntnis,dass die eigenen strategieen nicht mehr aufgehen.
    was werden die eigenen VN sagen,wenn sie erfahren,dass sie sich die werkstattbindung für nur 15% prämiennachlass haben aufschwatzen lassen und die neuen VN nun 20% erhalten?
    was, wenn die werkstätten die von der VHV vermittelten kunden bevorzugt behandelt,weil die VHV höhere löhne als die huk akzeptiert?
    erleben wir gerade den anfang vom ende der schadensteuerung?
    didgeridoos,play loud

  22. WESOR sagt:

    @ Der Haule, hat es vorgerrechnet und gehen wir mal von 20 % Nachlass der Partnerwerkstätten aus, verschenken diese Grundlos pro Schadensfall 350 € x 100.000 ergibt 35.000.000 € mit steigender Wertschöpfung aus dieser Strategie. Während der Arbeit strangulieren sie sich den Gewinn. Von den kostenfrei erbrachten Zusatzleistungen Hol-u.Bringdienst, Ersatzwagen, Reinigung noch gar nicht mit eingerechnet.
    Was dabei besonders auffällt die weiter geplante Strategie von HUK und Co. Denken eigentlich Werkstätten gar nicht mehr nach, wer ihren Gewinn eigentlich ausforscht? Die DEKRA natürlich beim Qualitätsmanagement bekommt Einblick in die internen Betriebskalkulationen und von der DEKRA zur Versicherung ist es nicht weit. Was geht eigentlich in Werkstattinhabern vor, dafür zu bezahlen das sie sich großflächig ausspionieren lassen. Die bezahlen tatsächlich noch dafür, das ihnen der Strick fürs arbeiten um den Hals gelegt wird. Diese wirtschaftlichen Selbstmörder hängen noch ein qualifizierungs Schild vor die Tür. „Ich bin Partner deines Verursachers und setze bei dir den niedrigsten Instandsetzungsaufwand durch.“

    Liebe Geschädigte, die hier mitlesen, machen sie einen großen Bogen um diese gekennzeichneten Betriebe. Dort wird ihnen der Beweis für den Unfallhergang vorsätzlich entzogen. Die Werkstatt arbeitet mit dem Schadenverursacher und dessen Versicherung zu ihrem Nachteil zusammen. In erster Linie findet die Beweisvernichtung für ihre Ansprüche statt. Die Versicherung bekommt zur Schadenersatzabwehr Foto, sie als Geschädigter bekommen nichts. Die Bewertung nimmt immer der Sachverständige des Verursachers vor. Das ist bei diesem System so vereinbart.

  23. F.Hiltscher sagt:

    Nicht zu vergessen sind aber die € 60.- welche die HUK anfänglich an die Werktstätten bezahlt hat für „Gutachtenkalkulationen mit digitaler Lichtbilübersendung.
    Heute werden diese Beträge wie man hört nicht mehr bezahlt. „Partner“ verlangen doch für Gefälligkeiten nichts.
    Dafür ist aber dem einen „Partner“ das hohe Prognoserisiko geblieben.

    Besonders freue ich mich auf das überraschte u. hilflose Gesicht eines Kaskoversicherten der HUK-Coburg,dem ein evtl. durchzuführendes Sachverständigenverfahren vereitelt wurde, weil die Liebeversicherungichtuedochallesfürdich-Werkstätte mit der HUK partnerschaftlich das hier zwingend vorauszusetzende GA eines SV verhindert hat.(SV Verfahren nach §14 kann nur mit KFZ.-SV ausgeführt werden)
    Kund benachteiligt, verärgert und weg was sonst.
    Und warum, weil eine Werkstätte die rechtlichen Zusammenhänge der Kaskoverträge zwischen Versicherungsnehmer/Versicherung nicht erkennt und unwissend Beweise vereitelt und sich selbst und ihre Kunden schädigt.
    Wer also als Werkstätte ein Vertrauenspartner einer Versicherung ist, handelt oft zum Nachteil des Geschädigten bzw. seines Kunden.
    Wehe den Werkstätten, wenn dieses einseitige kundenfeindliche Angagement demnächst so richtig publik wird.Spätestens dann wird eine andere Kundenverteilung ohne dazutun der Versicherungen zu erkennen sein.

  24. Schwarzkittel sagt:

    @ Jurax:
    Zitat: „Wer vor zwei, drei Jahren vor Gericht mit ansehen durfte, wie Vermieter versuchten, den Unfallersatztarif betriebswirtschaftlich zu rechtfertigen, rieb sich nur noch die Augen. Kein Businessplan, keine saubere Kostenstellenrechnung, ja, manchmal waren Gewinn und Verlust nicht nachvollziehbar. Aber warum auch? Im Unfallersatz kam das Geld nur so herein. Dicke Provisionen an die vermittelnden Werkstätten waren üblich, teils in einer Höhe, die derzeit als normaler Vermietpreis pro Tag angesehen wird.“

    Und denjenigen, die es konnten, wurde und wird erst recht nichts gezahlt, sondern mit „Dumpingpreisvorgaben“ versucht, aus dem Markt zu drängen. Teilweise gelungen, weil Richter auch nichts von BWL verstehen, teilweise nicht, weil zu beharrlich geklagt wurde.

    „Drängt die Mittelständler aus dem Markt, koste es was es wolle, wir haben mehr Geld“.

    Am Ende trägt der freie Selbstzahlermarkt die Kosten für die Gewinnoptimierung der Versicherungen, denn irgendwo muß der Vermieter ja sein Geld verdienen. Wenn nur noch wenige Vermieter am Markt bleiben, ist die Kontrolle durch den Markt ausgehebelt.

    Ich habe jedenfalls noch nie ein Fahrzeug der Gruppe 01 für 27,00 EUR netto inkl. CDW, Zustellung und Abholung am freien Markt gefunden. Muß ich mich erst schädigen lassen, um so günstig einen Mietwagen zu bekommen ?

    Schwarzkittel
    definitiv auf Vermieterseite….

  25. Robin Huk sagt:

    @Jurax

    Einigen Punkten Ihrer Kommentare muss man leider zustimmen.

    Bei dem folgenden Zitat jedoch definitiv nicht.

    Zitat Jurax:

    “Den Satz ‚Ich bin so eine arme Sau, und die anderen sind alle böse zu mir.‘ habe ich noch in keinem BWL-Lehrbuch gefunden. In Israel heißt es: Ein guter Kaufmann hat keine Zeit, zur Klagemauer zu gehen.”

    Ein guter Kaufmann geht in Israel möglicherweise nicht zur Klagemauer, da seine Klagen dort nur Gott bestimmt sind und der, wie man inzwischen weiß, wenig Interesse aufbringt für die weltlichen Belange. Insbesondere das Streben nach dem schnöden Mammon scheint besonders unbeliebt zu sein. Man erreicht an der Klagemauer also nur einen, den die Sache dem Grunde nach nicht interessiert.

    Auf Plattformen wie dieser erreichen die Berichte und Kommentare (meinetwegen auch Klagen) eine erhebliche Anzahl von Leuten, die an den weltlichen Dingen sehr wohl interessiert sind sowie viele neue Erkenntnisse mitnehmen und dementsprechend handeln oder die “frohe Botschaft” eben nur weiter verbreiten.

    Hierzu muss eines auch in aller Deutlichkeit erwähnt werden.

    Das rechtswidrige Schadensmanagement ist eine eindeutige Erfindung vieler Versicherer in der jeweiligen Facette.
    Die Intensität und Verbreitung der Seuche “Schadensmanagement” haben jedoch im wesentlichen ein Großteil der Rechtsanwälte zu vertreten, die seit Anbeginn der Versicherungswirtschaft nicht mit der notwendigen Entschiedenheit entgegen getreten sind.
    Sei es aus Unvermögen oder Bequemlichkeit.

    Deshalb sind Plattformen wie diese notwendig, mit denen übrigens in kurzer Zeit mehr erreicht wurde, als mit allen anderen Institutionen zusammen in den vergangenen 13 Jahren des Schadensmanagements.

    Resignation mündet in unerquicklichen und oft auch gesetzlosen Arrangements.
    Sieht man am besten bei den Partnerwerkstätten oder auch bei vielen Kfz-Sachverständigen, die die Seite gewechselt haben und inzwischen für die Versicherungswirtschaft “gemäß Arbeitsanweisung” tätig sind und damit mit einem Bein schon in der Zelle stehen.

    Das sind alles (gesetzlose) Betriebe, die den Kampf für eine rechtskonforme Schadensregulierung als rechtmässigen Ausgleich für den Geschädigten schon lange aufgegeben haben.

  26. borsti sagt:

    Es wird deshalb in der B R D nicht ein einziger Unfall mehr passieren. Es ist mir unverständlich das es Leute gibt die das nicht kapieren.
    Aber :
    Die Assekuranzen wollen sich in diesem großen Spiel nun vollends in die Position des „Verteilers“ bringen um ihre unersättliche Gier nach Macht und Einfluß weiter zu bedienen.
    Wo sind die die das Nachfragerkartell von Amts wegen oder als Politiker zu unterbinden hätten??

    Alle gekauft?? Im Wesentlichen muß das so sein. Man nennt das Lobbyismus.

    Übrigens, – heute abend bei der ARD 23:30 „Und plötzlich ist das Häuschen weg“

    Es braucht ja keiner der Volksvertreter seine Einkünfte offen legen, – und das ist auch schlecht so.

    So – mir ist jetzt übel und ich gehe in den Wald zum k….
    borsti

  27. Willi Wacker sagt:

    hallo herr haule,
    sie haben mit ihrem kommentar absolut recht. sie haben es genau auf den punkt gebracht. der reparaturkuchen wird auch durch huk-coburg und vhv nicht grösser. meines erachtens ist die aktion der huk-coburg / vhv der anfang vom ende der vertrauenswerkstätten.
    überlegt mal.
    euer willi wacker

  28. WESOR sagt:

    Der Jurax erkennt anscheinend nicht für wem wir hier schreiben. Sonst würde nicht die Frage gestellt werden: Sind sie bei denen schon gelistet?

    Nein, wir freien Gutachter sind nicht im After-Sales-Service gelistet.

    Wir sind für die Anspruchsbeweise der vielen einzelnen Geschädigten im Einsatz. Diese vielen armen Unfallopfer verfügen nur über 1,2 Autos das ist deren Vermögenswert und für diesen Personenkreis setzen wir uns ein. Da machen wir uns krumm zur Spurensicherung für die Schuldbestimmung und zur Bewertung der Schadenshöhe an seinem beschädigten Vermögen.

    Jeder von den Großkapitalisten hat seinen Gutachter.
    Beginnen wir bei den Berufsgenossenschaften, Versicherungen, Leasinggebern, Flottenbetreibern usw. Jeder verfügt über gute Kontakte zu Sachverständigen oder hat diese bereits selbst angestellt oder bereits abhängig gemacht durch ständige Beauftragung, von Rahmenverträgen ganz zu schweigen..

    Warum sollen nun ausgerechnet der einzelnen Privatperson nach einem Verkehrsunfall, die Beweispflichtig ist für Schuld und Schadenhöhe der freie Gutachter und Rechtsanwalt ausgeschaltet werden. Das kann doch nur einen Grund haben: Das in Not geratene und in der Sache unwissende Opfer noch über den Tisch zu ziehen. Da Jurax schreibt er hat nichts damit zu tun, möchte ich ihn gerne sehen wenn er z.B. keinen Gutachter hat der Spuren lesen kann und er dann nach einem strittigen Spurwechsel von der Versicherung mit einer hälftigen Teilschuld belastet wird. Ergibt bei Beiden 4 x Rabattverlust. 2 x in Haftpflicht und 2 x in Kasko.

    Jurax, hier geht es nicht um das Wohl des Großkapitals. Hier geht es um arme Verkehrsunfallopfer, die von ihrem Anspruchrecht abgeleitet werden und niedrigst entschädigt werden sollen, wenn es sich nicht ganz vermeiden lässt.

  29. Der Haule sagt:

    Tja, so ist es halt. Immer schön da hinrennen, wo es warm rauskommt. So hält es ein fleißiger Autor hier im Blog auch.

    Ups, Entschuldigung, als Niedrigniveau-Gutachterle hätt ich das jetzt wohl nicht schreiben sollen.

    Der Haule

  30. slightly sagt:

    Vertrauenswerkstätten schön und gut, aber mittlerweile gehen einige noch weiter und wer hier wohl an vorderster Front!?!

    Reibach machen auf Teufel komm raus in der Schadensregulierung ist hinlänglich bekannt, dass aber die unfallgeschädigten Betroffenen nun auch noch körperliche Gebrechen in Folge eines Verkehrsunfalls hinnehmen sollen, geht zu weit.

    Eine Betroffene wird auf einem Wegeunfall zur Arbeitsstätte auf einer BAB verletzt. Hausarzt und Krankenhaus schreiben die Betroffene arbeitsunfähig. Die BG schaltet sich innerhalb von nur zwei Tagen ein und schickt die Unfallgeschädigte zu einem Vertrauensarzt der BG. Dieser stellt fest: Berufskrankheit und chronisches Leiden. Daher keine AU auf Grund des Unfallgeschehens möglich. Dieser Arzt hat die Betroffene, gerade mal 26 Jahre alt, vorher noch nie untersucht und hatte keinerlei Informationen über Vorerkrankungen etc., wusste aber an wenn die zu erstellende Rechnung ging. Als abschließende Impertinenz ereiferte sich dieser Arzt dann auch noch über ihre Hausärztin und das Krankenhaus das diese keine Ahnung von Verletzungen hätten…

    Gute Nacht Deutschland

  31. Captain-Huk sagt:

    @ WESOR
    Mittwoch, 16.01.2008 um 18:25
    „Der Jurax erkennt anscheinend nicht für wem wir hier schreiben. Sonst würde nicht die Frage gestellt werden: Sind sie bei denen schon gelistet?“

    das was Sie hier geschrieben haben Herr Wesor, geht noch tiefer als man denkt.
    Wir unabhängigen und sauber arbeitenden Sachverständigen müssen nicht nur für den Geschädigten Gutachten erstellen, sondern sind auch gleichzeitig verpflichtet,zur versicherungsseitigen Schadenabwicklung rechtskonforme und qualifizierte Gutachten zu erstellen.
    Dass diese „gekauften“ Pseudosachverständigen der Versicherungswirtschaft es wesentlich einfacher haben, nur einem Herrn zu dienen liegt doch auf der Hand!
    Die unabhängigen SV werden für beidseitiges sauberes Arbeiten aber von der Assekuranz gejagt u. bestraft. Paradox?
    Nein staatlich geduldet.

  32. Gandolf sagt:

    Guten Tag,
    seit einigen Monaten lese ich regelmäßig und sehr interessiert auf dieser Seite.
    Der Beitrag von Herrn Gensert, welcher selbstredend eigentlich nur eine Weiterleitung von Information darstellt, hat selbst mich überrascht. Wer hier unbedarft reinschaut und das neuerliche Statement der HUK Versicherung, so völlig ohne persönliche Wertung/Meinung des Beitragseinstellers, vor den Latz bekommt, vermutet sich augenblicklich im falschen Film.
    Nun denn, in bisher über 30 Kommentaren dazu wurde dies mit, nach meiner Einschätzung, gewohnt sachlichen, wie aufklärenden Worten von anderer Seite zügig nachgeholt.

    Nun zum Thema:
    Die Etablierung des Schadenmanagement von Seiten der Versicherungen, als das Mittel zur effizienten Regulierung im Schadenfall, stellt auch nach meiner Auffassung, neben unverschämt agierender Übervorteilung selbiger, einen gravierenden Eingriff in die freie Marktwirtschaft dar. Die bisherige Entwicklung dürfte jedem aufmerksamen Beobachter verdeutlicht haben, dass dabei die HUK Versicherung eine Vorreiter- wie auch Schlüsselrolle eingenommen hat und immer noch erfüllt. Den Versicherungen genügt es inzwischen nicht mehr, nur über das Angebot von Versicherungsleistungen und faire Schadenregulierung Geld zu verdienen. Nein, da ist noch mehr drin und wenigstens eine Versicherung muss für alle austesteten, wie weit man gehen kann und man tut es mit Begeisterung!

    Werden wir uns also darauf einstellen müssen, dass man künftig mit der Zuteilung aus dem Bausparvertrag vom Kreditinstitut sogleich eine Liste mit Firmen übergeben bekommt, welche für die anstehenden Baumaßnahmen von der Bank akzeptiert werden?
    Werden Arbeitgeber künftig bestimmen, in welchen Läden ihre Arbeitnehmer einkaufen, wo sie, für was auch immer, ihr sauer verdientes Geld hintragen dürfen?
    Wird es gang und gäbe werden, bei Firmen hintenrum fiktive Umsätze der mir anvertrauten Schäfchen klarzumachen und satte Rabatte einzustreichen, allein dafür, dass ich sie geschickt ’steuern‘ konnte?
    Unternehmen, denen einzig die Idee der Vermittlung zur Selbstversteuerung der menschlichen Dummheit zugrunde liegt, verdienen an dieser künstlich geschaffenen Marktsituation. Das Geld, welches hierbei noch zusätzlich zwischendurch abfließt schadet, wenn man bis zu Ende rechnet, einzig den Versicherungsnehmern bzw. Verbrauchern. Logischerweise treibt eine solche Vorgehensweise die Beiträge immer weiter in die Höhe, macht schlussendlich jede vermittelte Reparatur teurere und legt sämtliche, die dem gesunden Wettbewerb zugrunde liegenden Prinzipien, lahm.
    Meiner Meinung nach schaut man sich von offizieller Seite diese bedrohliche Entwicklung schon viel zu lange an.

    Mit freundlichen Grüßen an alle Leser und besten Dank an alle Akteure auf dieser Seite.

  33. Werkstatt-Freund sagt:

    Ich lese auch schon seit einiger Zeit hier mit. Ich bin selbst mit einem Werkstattinhaber bekannt. Er klagte mir vor einiger Zeit sein Leid:
    Er selbst – eine freie nicht weisungsgebundene Werkstatt – holt nach einem Unfall das Fahrzeug auf Wunsch des Kunden/Geschädigten ab. Der Kunde fragt ihn nach einem Gutachter. Der Gutachter wird beauftragt und will am nächsten Tag erscheinen. Am nächsten Morgen ruft die HUK-Coburg die Werkstatt an, es käme von dort ein Gutachter raus. Das Fahrzeug soll nach Vorgaben der HUK repariert werden. Also Rückfrage beim Kunden/Geschädigten. Dieser teilt mit, dass die HUK mit ihm noch am Vorabend telefoniert habe. Die Abwicklung höre sich gut an, er bekäme auch noch einen Leihwagen und er habe der HUK das Einverständnis erklärt. Da die Werkstatt sich nicht binden will, Auftrag an freien SV zurückgenommen, Fahrzeug des Kunden/Geschädigten wird abgeholt und Reparatur bei anderer Werkstatt durchgeführt. Also meine Frage an den Inhaber der Werkstatt warum: Seine Antwort: Ich kann diese Praktiken nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, reparieren die Autos immer ordentlich und im Sinne des Kunden. Außerdem habe ich eine Familie zu ernähren. Nur, wenn das mit den Billigwerkstätten so weiter geht, kann ich nicht mehr lange überleben, musste schließlich schon 1 Mitarbeiter entlassen.

  34. WESOR sagt:

    Sehr geehrte Mitleser,
    es geht im Schadenmangement der Versicherer nicht um Recht, Gesetz und feie Marktwirtschaft. Es geht nur darum unwissende Unfallopfer von der Beweispflicht abzubringen um Schuld und Schadenhöhe nach Profitwillkür direkt beim Opfer durchzusetzen. Unterscheiden sie zwischen haftpflichtschaden und Kaskoschaden. Für den Haftpflichtschaden ist das Gesetz zuständig und für den Kaskoschaden die im Versicherungsvertrag eingegangenen Bedingungen.
    Leider erkennt der geizige Versicherungsnehmer nicht, wann er sich wegen ein paar EURO Kasko-Prämienerabatt selbst Nachteile einkauft. Wie möchten sie es denn? Willig und billig! Gerne dann rufen sie unseren Schadenservice an, damit können wir von Anfang an die Schadenersatzabwehr gegen sie beginnen und unsere Weisungen zur Profitmaximierung ihnen erteilen.

    Das Geschäft mit der Angst beherschen eben die Versicherungen. Mit Angst und Schreckensbilder werden Versicherungen verkauft und mit Weisungen an den Geschädigten der Profit gemacht. Spricht man dann so ein Schadenserviceteam direkt darauf an; kommt dem ganz kess aus der Lippe: Der hat ja uns angerufen und gefragt wie es jetzt weitergeht. Was wollen sie denn?

  35. internetleser sagt:

    Eine der genialsten Erfindungen der Versicherungswirtschaft ist das Sachverständigenverfahren nach § 14 AKB. Nach diesem Verfahren werden Streitigkeiten über die Schadenshöhe abgewickelt. Es ist ein Verfahren, das für den Versicherungsnehmer völlig unbekannt und mit nichts anderem vergleichbar ist, weil es unnötig hohe Hürden aufbaut und mit einem erheblichen Kostenaufwand und Kostenrisiko verbunden ist.
    Die Sachverständigen im Sachverständigenverfahren haben sich nur mit der technischen Schadensfeststellung zu befassen. Mit Rechtsfragen dürfen sich sich nicht befassen. Da Versicherungen mittlerweile eigentlich zu jeder Schadensposition eigene Rechtsmeinungen (Restwertbörse, Stundenverrechnungssätze usw.) haben, ist das Sachverständigenverfahren ziemlich sinnlos. Eine Klage darf aber erst nach Durchführung des Verfahrens erhoben werden. Für den Versicherungsnehmer bringt das Verfahren somit keine Vorteile. Das Sachverständigenverfahren nach § 14 AKB könnte also aus den AKB gestrichen und durch den Rechtsweg ersetzt werden. – Und wie seltsam, dass es nur wenige Rechtsschutzversicherungen gibt, die das Sachverständigenverfahren mitversichern.

  36. Mister Rossi sagt:

    Dem Cinesen kann man keinen Reis verkaufen.

    Dem Amerikaner kann man kein Entertainment verkaufen.

    Dem Deutschen kann man ….

    …. jeden Scheiß verkaufen!

  37. Roland Ypsilanti sagt:

    @Mister Rossi

    Das wird in Hessen dann wohl Große Koalition genannt und soll des Bürgers Wille sein.

    Da kann man mal sehen, was man dem Bürger alles unter Demokratie (oder Politik?) verkaufen kann. Und wenn der Bürger dann zu hause ist und die Verpackung aufmacht, wundert er sich, daß nur ein großer Misthaufen drin ist. – Bei Versicherungsleistungen wundert man sich auch, wie wenig rauskommt. Bei Kasko-Verträgen wird dann die Geiz-ist-geil-Tour geritten. Die VN sind dann doch selbst dran schuld. Weniger als ein Kassenpatient bezahlen wollen, aber wie ein Privatpatient behandelt werden wollen – das ist das heutige Anspruchsdenken.

  38. WESOR sagt:

    @Internetleser vom 17.01.08 um 12,44

    Doch § 14 AKB ERMÖGLICHT DER VERSICHERUNG AUSZULOTEN, WIE WEIT ES MÖGLICH IST DIE ERSATZLEISTUNG ZU DRÜCKEN OHNE EINE STRAFBARE HANDLUNG VORGENOMMEN ZU HABEN.

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