SV erlebt die Frechheiten der DEVK hautnah!

Unter der Überschrift "Schadenmanagement der DEVK" berichtet ein freier Sachverständiger, wie seitens eines geschulten DEVK-Sachbearbeiters selbst gegenüber einem Dritten versucht wird, das Unfallopfer massiv ins Unrecht zu versetzen. Der Sachverständige hat seinen Erfahrungsbericht zur Veröffentlichung im Captain-HUK Blog freigegeben.

So, habe heute telefonisch selbst feststellen dürfen wie das Schadenmanagement der DEVK funktioniert.

Eine Bekannte hatte heute einen Unfall. 10 Minuten später rief sie mich an, ob ich durchkommen könne. 15 Minuten später war ich bei ihr und habe den Schaden aufgenommen. Die Schädigerin war anwesend und versprach den Schaden gleich ihrem Versicherungsvertreter zu melden.

Wir saßen dann noch bei einem Kaffee zusammen und schon klingelte mein Handy. Die Sachbearbeiterin der DEVK war dran. Die Nummer hatte sie von der VN, der ich meine Karte mitgegeben hatte. Zu diesem Zeitpunkt war der Schaden noch "warm" (keine Stunde war vergangen).

Man merkte, dass die SB sehr gut geschult darin war, die Situation zu meistern und dass sie sich etwas zurück hielt, denn immerhin telefonierte sie ja mit dem Sachverständigen, der sich zumindest etwas auskennen sollte…

Das Gespräch begann zunächst unverfänglich. Der Unfallhergang wurde kurz erläutert und die wesentlichen technischen Daten des Fahrzeuges abgefragt. Kein Problem, bekäme sie spätestens mit dem Gutachten eh.

Dann die Frage nach der Schadenhöhe. Meine Antwort: "Kalkuliert habe ich natürlich noch nicht, aber etwa 2.000 bis 3.000 Euro werden es schon sein." Zur Erläuterung: MB SLK 230 Kompressor, Baujahr 2000, Schaden vorne links: Stoßfänger erneuern, Scheinwerfer erneuern, ein paar Richtarbeiten. Und bei der Schadenhöhe bin ich im allgemeinen mit meinen Toleranzangaben sehr großzügig. Wer weiß schon genau was die Teile kosten…

Dann ihre Antwort: "Oh, so hoch, da kann ich noch keine Reparaturfreigabe erteilen."

Ich habe ihr dann zu erklärt, dass ich bereits die Reparaturfreigabe erteilt habe, weil erkennbar kein Totalschaden vorliegt. Die Geschädigte wird das Fahrzeug auch am Mittwoch oder Donnerstag zur Reparatur verbringen.

Sie meinte dann, dass das so nicht gemeint sei, sondern sie erst dann eine Übernahme der Reparaturkosten zusagen könne, wenn ein SV der DEVK sich das Fahrzeug angesehen hätte.

Mein Einwand, dass die DEVK die Kosten selbstverständlich in jedem Fall zu übernehmen hätte, irritierte sie zwar etwas, beharrte aber weiterhin auf die Besichtigung. Das müsse ich doch verstehen…

Ich verstand allerdings nicht, gab ihr das zu verstehen und erklärte im Namen meiner Bekannten, dass diese das Fahrzeug durch den SV der DEVK nicht begutachten ließe. Die DEVK könne gerne mein Gutachten abwarten und sich im Falle eines Fehlers meinerseits im Wege der Regressnahme an mir schadlos halten. Das verblüffte sie dann doch etwas, damit hatte sie wohl nicht gerechnet. Wieder wollte sie auf die notwendige Besichtigung hinaus.

Nun muss man noch hinzufügen, dass meine Bekannte etwa 500 km von mir wegwohnt und hier zur Zeit mit ihrem Mann bei Verwandten zu Besuch ist. Ich erklärte ihr dann, dass meine Bekannte ja noch gar nicht wisse, wann sie wieder nach Hause fahre und wo das Fahrzeug wann nachbesichtigt werden könne. Es wäre also vergebene Liebesmüh wenn sie einen SV losschickt, weil der das Fahrzeug gar nicht findet. Die Mobilfunknummer meiner Bekannten wollte die SB anscheinend auf Grund der ganzen Irritationen gar nicht mehr haben. Sealed

Ich habe dann ausdrücklich klargestellt, dass eine Besichtigung vor Erhalt meines Gutachtens durch den SV der DEVK gar nicht in Frage komme und dass das dem SV im Falle der Kontaktaufnahme auch so mitgeteilt werden wird.

Nun ja, dieser Punkt war abgehakt, da kam die Frage dann auf den Mietwagen. Sie hätten da eine Sondervereinbarung mit Europcar. Ich habe Ihr dann gesagt, dass meine Bekannte schon mit dem (persönlich bekannten) Meister der MB-Vertragswerkstatt am Heimatort telefoniert hat und sowohl die Reparatur als auch den benötigten Mietwagen angekündigt hat.

Sie erzählte dann irgendetwas von wegen mehr als 70,- (??) Euro oder so würden aber nicht erstattet werden. Auf meine Frage wie sie das denn wissen wolle, wenn sie noch nicht einmal weiß um was für ein Fahrzeug es sich denn genau handele, konnte sie mir keine Antwort geben, beharrte aber weiterhin auf ihren Preis.

Ich konnte dann nicht umhin zu fragen, ob sie vorhabe die Regulierung unnötigerweise zu verkomplizieren, denn in diesem Fall müsse meine Bekannte wohl einen Anwalt aufsuchen, der sich über die Mandatierung mit Sicherheit freuen wird. Sie meinte dann, dass das nicht nötig sein wird, denn man werde ja alles tun, um die Geschädigte zufrieden zu stellen.

Naja, das war so ungefähr das ganze Gespräch in ein paar Worten wiedergegeben. Man beachte, dass sich die SB mit Sicherheit stark zurück gehalten hat und trotzdem bei einigen unstreitigen Schadenersatzpositionen bereits zickig geworden ist. Wie ist das dann wohl, wenn sie mit Laien spricht?

Dazu kommt, dass bereits nach weniger als einer Stunde der Anruf bei der Geschädigten erfolgte, also zu einer Zeit, zu der sich die meisten Geschädigten noch gar nicht so richtig vom Unfallschreck erholt haben, geschweige denn sich über die richtige Vorgehensweise informieren konnten.

Dies war jetzt beispielhaft bei der DEVK so, andere Versicherer machen es aber genauso. Jetzt kann sich jeder selbst seine Gedanken machen, was vom Schadenmanagement zu halten ist.

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Grüße

A.

Wir sehen hier einmal mehr, wie das aggressive Schadenmanagement funktioniert. Daher, penibel darauf achten, keine Telefonnummern weitergeben!!!

Wer jedoch trotzdem von der gegnerischen Versicherung belästigt wird, sollte Herr des Gespräches werden. Sprich, Name des SB und Schadennummer abfragen und dann – dankend und unverzüglich das Gespräch beenden. Dies nicht ohne den SB darauf hinzuweisen, dass weitere Kontaktaufnahmen seitens der Versicherung des Unfallgegners nur noch schriftlich zu erfolgen haben.

Allen unfallfreie Ostern – wünscht Virus.

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