VERSICHERER TRICKSEN GESCHÄDIGTE AUS

Verbraucherinformation Allianz, HUK, DEVK, HDI usw. usw.  Nach einem Verkehrsunfall haben geschädigte Autofahrer das Recht, einen Kfz-Sachverständigen zu beauftragen. Eine WISO-Stichprobe zeigt, dass einige Autoversicherer versuchen, dieses Recht zu umgehen.

Insbesondere das Recht, einen neutralen Kfz-Sachverständigen zu beauftragen, versuchen die Versicherer zu umgehen. Vier Versicherer rieten den WISO-Testern, eine Abtretungserklärung zu unterschreiben.

Dadurch verzichtet der Geschädigte auf einen neutralen Sachverständigen. Die Werkstatt regelt die Schadensbehebung dann direkt mit der Versicherung. Der Geschädigte verliert so Einfluss auf Umfang und Art der Reparaturen. Mit der Abtretungserklärung können sich Versicherung und Werkstatt darauf einigen, dass beispielsweise nur Teillackierungen durchgeführt, gebrauchte Teile oder Teile von Fremdherstellern eingebaut werden.

Ob das Fahrzeug damit in den ursprünglichen Zustand versetzt wird, ist fraglich.

Ohne neutralen Gutachter laufen Geschädigte außerdem Gefahr, dass die gegnerische Versicherung die unfallbedingte Wertminderung, die bei einem späteren Verkauf des Wagens droht, nicht berücksichtigt.

Recht auf Sachverständige

Zur Abtretungserklärung rieten Allianz, R+V, HDI und Provinzial.

Als völlig falsch erwies sich die Auskunft der R+V, die erst dann einen Sachverständigen zugestehen wollte, wenn der Schaden über 2.500 Euro beträgt.

„Der Verbraucher muss keineswegs ein von der Versicherung gewähltes Limit der Schadenshöhe akzeptieren, bevor er einen Gutachter beauftragt. Er weiß ja noch gar nicht, ob der Schaden 500 oder 2.000 Euro beträgt.

Deswegen darf er auf jeden Fall einen Sachverständigen beauftragen und die Versicherung darf ihm das nicht verbieten“, sagt Johannes Hübner vom Automobilclub von Deutschland (AvD).

Freie Wahl für den Versicherten

Auch die Auskunft der DEVK, wonach die Versicherung einen Sachverständigen beauftragt und nur nach diesem abgerechnet werde, kritisiert Hübner:

„Es ist falsch, dass der Verbraucher nur das Votum des Sachverständigen der Versicherung zu akzeptieren hat. Der Versicherte hat die freie Wahl eines Sachverständigen“.

Die Auskünfte zur Auswahl der Werkstatt und zum Recht auf einen Mietwagen beantworteten alle Versicherungen richtig: Der Geschädigte darf die Reparaturwerkstat frei wählen und sich einen Mietwagen nehmen. Allerdings darf die Versicherung verlangen, dass er diesen eine PS-Klasse niedriger auswählt.

Diese Sendung zeigte die Machenschaften einiger Versicherer, die versuchen eine freie unabhängige Schadensfeststellung seit Jahren zu verhindern. Der Verband unabhängiger Kfz. Sachverständiger (VKS) begrüßt daher diese Sendung als einen Beitrag zur Aufklärung und zum Verbraucherschutz eines geschädigten Fahrzeughalters. Weitere Infos finden Sie auch beim VKS unter  http://www.vks.org/ Abschrift mit Ergänzungen aus: http://www.zdf.de/ vom 20.03.2006

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