Partnerwerkstätten vom „Tode“ bedroht?

Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Wer kennt es nicht, dieses alte Sprichwort ?

Im Zuge der Leistungsüberprüfung sind die Kfz-Versicherer längst dazu übergegangen, dem Kfz-Gewerbe empfindlichen (rechtswidrigen) finanziellen Schaden zuzufügen. Von der Öffentlichkeit unbemerkt, toben sich die Kfz-Versicher zudem verstärkt auf dem Rücken der sogenannten Partnerwerkstätten aus. Damit bewahrheitet sich einmal mehr: „Wer nicht hören will, muss fühlen.

BVdP schießt scharf gegen drohenden Auftragsboykott

Weiter Stress um die zunehmenden Boykott-Androhungen: Allianz und nun auch die Innovation Group wollen in K&L-Betriebe mit dominantem „Partnerwerkstatt“-Branding der HUK-COBURG künftig keine Reparaturaufträge mehr einsteuern. Der „Schadengipfel“ des BVdP mit Innovation Group und der HUK brachte mehr neuen Ärger statt einer Lösung.

Auseinandersetzung auf dem Rücken der Werkstätten“
„Der BVdP weist mit aller Schärfe darauf hin, dass dieses Vorgehen eine Bestrafung von Partnerbetrieben bedeuten würde, die mit dem nunmehr offensichtlich voll entbrannten Konkurrenzkampf der Versicherungswirtschaft überhaupt nichts zu tun haben“, hieß es in der heute Abend kurzfristig abgesetzten Presseverlautbarung.

Quelle: autohausonline, alles lesen >>>>>>>>

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8 Kommentare zu Partnerwerkstätten vom „Tode“ bedroht?

  1. Dipl.-Ing. Harald Rasche sagt:

    Leiden ist nur für diejenigen leichter als handeln, die das schärfende Bewußsein für die immer verfügbare Wahlfreiheit verdrängt haben und das Gefühl, vermeintlichen Sachzwängen ausgeliefert zu sein, und nicht, wie es eigentlich heißen müsste, sich ausgeliefert zu haben.

    Kfz.-Sachverständigenbüro
    DIPL.-ING. HARALD RASCHE
    Bochum & Tangendorf (Nordheide)

  2. Karle sagt:

    Ehrlich gesagt verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Es besteht doch Vertragsfreiheit. Gibt es seitens der Versicherer oder der Innovation Group irgendeine Pflicht, Schäden in die hier betroffenen Werkstätten zu „steuern“? Falls ja, dann kann man den Anspruch ja einklagen. Falls nein, muss ich der Allianz & Co leider Recht geben.

    Die Bezeichnung Branding ist ja auch Programm. Denn damit werden die Partnerwerkstätten endlich „gebrandmarkt“ und müssen Farbe bekennen. So wie ich die HUK kenne, lassen die auch nicht locker. Wer die Freibeuter-Fahne der HUK nicht hisst, wird wohl über die Planke springen müssen.

    Die Partnerwerkstätten wurden von Anfang an gewarnt. Aber Gier frisst ja bekanntlich Hirn. Jetzt kann der Paintinger sehen, wie er den Karren wieder aus dem Dreck bekommt. Und dann noch auf die Tränendrüsen drücken: Sorge um die Mitarbeiter und die Familien, ha, ha, ha. Diese Sorge wäre wohl vor dem Pakt mit dem Teufel angebracht gewesen? Vielleicht hilft ein „kleines Entgegenkommen“ unter „Partnern“. Z.B ein „Freundschafts-Stundenlohn“ für die Allianz und für die Innovation Group von EUR 40,00 fürs Blech u. EUR 50,00 für den Anstreicher (natürlich incl. Material) sowie ein kleiner Nachlass auf die UPE bei den Ersatzteilen? Dann drücken die vielleicht ein Auge zu, wenn die Lappen der HUK hochgezogen werden (müssen). Denn letztendlich ist in diesen Kreisen ja alles immer nur eine Frage des Preises.

    Erfreulich dabei ist, dass die HUK und die Allianz irgendwie Stress zu haben scheinen? Oder aber völlig andersherum? Vielleicht arbeiten die sogar insgeheim zusammen, um die Partnerwerkstätten butterweich zu kochen?

    Egal wie. Ein wirklich erheiternder Beitrag zum Wochenende.

  3. Ellen F. sagt:

    @Karle
    Du hast es offen und ehrlich auf den Punkt gebracht. Es ist doch so, dass die Interessen der Unfallopfer zumindest teilweise auf der Strecke bleiben (nachprüfbar vollwertige Reparatur, wie es das Gesetz auch vorsieht, marktgerechter Minderwert, unabhängiges Schadengutachten und anwaltliche Unterstützung bei der Unfallschadenregulierung). Wir kennen inzwischen jedoch auch Kfz.-Betriebe, die ganz bewusst mit ihrer Unabhängigkeit werben und das nicht mit schlechten Ergebnissen. Mit den „Vertraueswerkstätten“ ist es doch nicht anders als mit den „Vertrauenssachverständigen“. Bläst Du stimmig die vorgegebene Melodie, bist Du (fast) ein durch nichts zu ersetzender Gutmensch. Ist es jedoch anders, findest Du dich auf der schwarzen Liste. Inzwischen gibt es ja wohl auch schon den „Vertrauenrichter“ und dazu muss man noch nicht einmal zwischen den Zeilen lesen. Die Folgen einer solchen völlig überflüssigen und aufreibenden Situation sind ein schmerzhafter Dauerspagat, wie er auch hier in den Kommentaren auf captain-huk.de hin und wieder deutlich wird.

    Ellen F.

  4. virus sagt:

    Das muss jetzt sein:

    „Steuern

    Schäuble stellt Steuersenkung nach der Wahl in Aussicht“

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/04/schaeuble-stellt-steuersenkung-nach-der-wahl-in-aussicht/
    … und nach der Wahl sagt Schäuble uns, ihr wisst doch, dass wir Politiker vor jeder Wahl euch Wähler belügen.

  5. Banker sagt:

    Nur mit einer vorausklageeinredefreien und selbstschuldnerischen Bürgschaft der Partnerversicherung würde ich einer Partnerwerkstatt noch einen Modernisierungskredit geben.
    Die Insolvenzverwalter und die Strafrichter in diesem Lande bekommen Arbeit ohne Ende.
    Die Geschäftsführer von Partnerwerkstätten sollten sich schnellstens über ihre Pflichten informieren.
    Stichwort: Bankrott §§ 283 ff. StGB (Gläubigerbegünstigung,Schuldnerbegünstigung)
    Begünstige ich die HUK,wenn ich mich an sie vertraglich binde und mich hier auch noch mit der „Partnerfahne“ oute?
    Wie verhalte ich mich als Werkstatt in Mithaftungsfällen?(Unfallgegnerische Haftpflicht HUK 50%,Vollkasko des Werkstattkunden auch bei der HUK)
    Wie schnell Interessenkonflikte zur Verwirklichung einer strafrechtlich relevanten Untreue führen können,wissen die Strafrechtler.

  6. Hirnbess sagt:

    Mein Gott, die armen Inhaber von Partnerwerkstätten!
    Zuerst mussten sie ihr Gehirn reduzieren, dann mehrfach die Stundensätze verringern, dann zusehen wie ihre Stammkunden wo anders hin gesteuert wurden, weil die anderen „Partner“ auch bedient werden wollen.
    Dann mussten diese armen, gebeutelten Werkstätten den Stundensatz für ihre treuen Stammkunden auch noch erhöhen, damit sie die reduzierten Leistungen für die Gauner aus den Versicherungen ausgleichen können.
    Und jetzt werden sie auch noch erpresst!
    Ja wer hätte das jemals gedacht?
    Wie konnten die Vertragswerkstätten als sie noch keine Partnerbetriebe waren, jemals existieren?

  7. Ass. jur. Wortmann sagt:

    Lieber Herr Paintinger,
    selbst schuld!
    Die Partnerwerkstätten wurden von Anfang an gewarnt.

  8. Babelfisch sagt:

    Und? Soll man/Frau da jetzt Mitleid haben?
    Wer mit den Haifischen schwimmt, soll nicht mosern, dass ihm plötzlich ein Bein fehlt.
    Kann man in die Glut der Zwistigkeiten nicht noch ein wenig pusten?

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