So wirbt die HUK Kunden bei Werkstätten ab.

Mal wieder ein“lustiger“ Fall aus dem Kaskobereich.

Der Kunde J. stellt an seiner Frontscheibe einen Steinschlagschaden fest. Da er einen nicht werkstattgebundenen Kaskovertrag hat, begibt er sich in die Werkstatt seines Vertrauens. Dort erfährt er, dass der Schaden repariert werden kann, ein Austausch der Scheibe nicht nötig sein wird. Im Vertrauen auf die ständig laufende Radiowerbung eines großen Scheibenfachbetriebes und der Aussage auf der HP des Versicherers “

Kundenfreundliche Bedingungen:

  • Neupreisentschädigung bei Zerstörung oder Verlust eines Pkw gilt 12 Monate lang
  • Bei kleineren Glasschäden (z.B. Steinschlag) entfällt die Selbstbeteiligung, wenn die Glasscheibe bei einem unserer Partner repariert anstatt ausgetauscht wird

lässt Herr J. die Scheibe reparieren. Sicher der Betrieb seines Vertrauens ist kein Partner der HUK, aber er hat ja keine Werkstattbindung und wieso sollte die HUK die Zahlung der Reparaturrechnung verweigern, wenn sie doch den wesentlich teureren Austausch bezahlen würde.

Wäre doch eine Zumutung, wenn er in seiner Vertrauenwerkstatt über die Reparaturmöglichkeit informiert wird, nun aber zu einem Partnerbetrieb der HUK fahren muss, um die Reparatur auch erstattet zu bekommen. Wenige Tage später erhält nun die Werkstatt des Vertrauens folgendes Schreiben der HUK

„Sehr geehrte Damen und Herren,

die uns überreichte Rechnung über die Glasreparatur an den Windschutzscheibe Ihres Fahrzeugs weist einen Betrag aus, der unterhalb der mit uns vereinbarten Selbstbeteiligung von 150,00 EUR liegt, sodass wir eine Erstattung grundsätzlich ablehnen müssten.

Entgegenkommenderweise sind wir bereit, eine Übernahme der Kosten für die Glasreparatur zu prüfen, wenn diese in einem von uns empfohlenen Partnerbetrieb durchgeführt wurde. (also auf der HP klingt das irgendwie anders)

Wir schlagen Ihnen deshalb vor, uns bei einem evtl. weiteren Schaden dieser Art vor Erteilung des Reparaturauftrags anzurufen, damit wir Ihnen einen Partnerbetrieb in Ihrer Nähe nennen und so Unannehmlichkeiten für Sie vermeiden können.

In vorliegendem Schadenfall haben wir den in Rechnung gestellten Betrag kulanterweise übernommen und die Zahlung veranlasst.“

Ich meinerseits schlage vor, solche Schreiben zu unterlassen, denn sonst könnte ich in Zukunft vor Erteilung des Reparaturauftrages darauf bestehen, dass der Kunde sich eine andere Versicherung sucht.

Geradezu dankbar bin ich, dass der zuständige Mitarbeiter bei der HUK-Coburg den Reparaturbetrieb mit dem Kunden verwechselt hat und so dass Schreiben an die Werkstatt geschickt wurde statt an den Kunden.

Weiter so, je mehr Interna nach außen dringen um so besser.

Über Roswitha Gladel

Wir haben den Kampf gegen die Versicherungen verloren. Endgültig, grausam und für immer.
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