ZDF Frontal 21 – HIS-Datei (früher Uniwagnis) = Kriminalisierung von rechtschaffenen Bürgern?

Quelle: ZDF – Frontal 21 vom 21.06.2011

Die meisten Autobesitzer wissen gar nichts von der geheimen Datensammlung über Unfallschäden. Das sogenannte „Hinweis- und Informationssystem“, kurz HIS-Datei, betreibt die Versicherungswirtschaft schon seit Jahren. Es zielt darauf ab, Versicherungsbetrügern auf die Schliche zu kommen. Dabei werden jedoch auch Daten von Geschädigten gespeichert, die nur ihr gutes Recht in Anspruch genommen haben, zum Beispiel, indem sie sich ihre Schadensregulierung haben auszahlen lassen. Kritiker bezeichnen diese Methode als Kriminalisierung von rechtschaffenen Bürgern. Zudem nutzen immer mehr Versicherungen die Datei, um berechtigte Ansprüche abzuwehren oder Unfallopfer regelrecht auszuspionieren.

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15 Antworten zu ZDF Frontal 21 – HIS-Datei (früher Uniwagnis) = Kriminalisierung von rechtschaffenen Bürgern?

  1. wesor sagt:

    http://www.informa-irfp.de/de/index.html

    Dieser Link verbindet mit HIS

  2. Besserwisser sagt:

    Hallo Hans Dampf,
    gut dass sich auch das ZDF des Themas angenommen hat. Heiße Eisen und eklatante Mißstände, wie rechtswidrige Schadensregulierungen durch die Versicherungen, sollten viel häufiger ins Fernsehen gebracht werden.

  3. Bruno Reimöller sagt:

    „Kritiker bezeichnen diese Methode als Kriminalisierung von rechtschaffenen Bürgern. Zudem nutzen immer mehr Versicherungen die Datei, um berechtigte Ansprüche abzuwehren oder Unfallopfer regelrecht auszuspionieren.“ Sind dann Versicherungen die Betrüger, und damit Kriminelle? Wenn die Versicherungen meinen, jeder, der berechtigterweise, weil das Gesetz es so zulässt, sich den Schadensbetrag auszahlen läßt, ein Krimineller sei, dann muss man umgekehrt fragen, ob jede Versicherung, die die berechtigten Schadensersatzforderungen verweigert oder kürzt, ein Betrüger (sprich: Krimineller!) ist. Armes, armes Deutschland. Es braucht strengere Kontrollen der Versicherungen. Der Ruf der Versicherungen ist durch ERGO und Sexparties und HUK-Coburg und rechtswidrige Schadensregulierungen ohnehin hin. Die denken, ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s besser ungeniert!

  4. J.U. sagt:

    Sehr geehrtes ZDF-Redaktionsteam,

    das Thema habt Ihr ganz hervorragend aufgearbeitet. Man wird jedoch kaum glauben können, dass dies aber nur die Spitze eines Eisberges ist und davon dann auch nur ein ganz kleines Stück sichtbar gemacht wurde.

    Ich denke beispielsweise nur an weitere Themen:

    „Wie Minderwertansprüche lapidar ignoriert bzw. drastisch gekürzt werden und welche unsinnigsten Argumentente dafür präsentiert werden.“ -Ein Geschäft in dreistelliger Millionenhöhe.-

    „Die instrumentalisierte DEKRA als Sprachrohr der Assekuranz.“

    „Das Orchester der Routinestreicher oder Hilfsbüttel der Versicherungen bei der Kürzung von Schadenersatzansprüchen.“

    „Unfallmitteilungen,ein amtl. Formular, und wie der Hinweis auf den Zentralruf der Autoversicherer da draufkommt.“

    „Die unauffälligen „Unfallhelfer“ und der Unfallhelferring der Assekuranz.“

    „Durch Tricks Schadenersatzeinsparungen in Milliardenhöhe.“

    „Das Unfallopfer. Auf dem Weg vom ungeliebten Unfallgegner zum „Kunden.“

    Sicher gibt es noch eine Vielzahl weiterer Themen aus der inzwischen maffiösen Welt der Unfallschadenregulierung und hier müssen wir den Redakteuren den Alltagsstoff unserer Erfahrungen richtig aufbereitet zur Verfügung stellen und den praktischen Fall gleich dazu.

    Das ist verbraucherpolitisch, wie aber auch existenziell, sogar noch wichtiger, als Gutachten zu erstatten oder Verkehrsunfallmandate abzuarbeiten.

    Mit freundlichem Gruß

    J.U.

  5. Ra Imhof sagt:

    Im Fall des Geschädigten Heidenfelder hat schliesslich dessen eigene Vollkaskoversicherung nach Einholung eines unfallanalytischen Gutachtens die geschätzten Reparaturkosten gezahlt!
    Die gegnerische Haftpflichtversicherung weigert sich dennoch bis Heute,den Rest–Selbstbeteiligung,Gutachterkosten,Nutzungsausfallschaden,
    Ra-Kosten,usw. zu regulieren!
    Dieses Geld ist derweil zum Verzugszinssatz von 6% bestens angelegt.Die Klageerhebung wird kurz vor Verjährungseintritt erfolgen.

  6. wesor sagt:

    J.U.vom 23.6.11 19.58“Unfallmitteilungen,ein amtl. Formular, und wie der Hinweis auf den Zentralruf der Autoversicherer da draufkommt.”

    Viele Bundesländer bis auf mir bekannt nur zwei, haben dafür von der GDV Geld erhalten. So ist es vor vielen Jahren schon bekannt geworden. Das fand damals noch vor der Übernahme der Notrufsäulen durch den GDV statt. Die Länderinnenminister haben also deren Bürger gezielt in die Abwehrfalle der Haftpflichtversicherung geschickt mit der Verteilung dieser Werbezettel an die Unfallbeteiligten. Als Grund wurde benannt, die Entlastung der Polizei. Da gibt es herrliche Seminare für die Polizei.
    Unsere gewählten Minister verkaufen ahnungslose Unfallopfer an die Schadenersatzabwehr der Haftpflichtvesicherer.

    Versicherungen sammeln das Geld der Bürger ein und verleihen es über Banken an den Staat. Hier schließt sich der Kreislauf für die Einflußnahme auf den Staat.

  7. Alois Aigner sagt:

    Grüß Gott, alle miteinander,
    Euer Blog entwickelt sich zu einer kritischen Plattform. Chapeau. Ihr seid auf dem richtigen Weg. Machts weiter so.

  8. Oliver K. sagt:

    J.U.vom 23.6.11 19.58“Unfallmitteilungen,ein amtl. Formular, und wie der Hinweis auf den Zentralruf der Autoversicherer da draufkommt.”
    ——————————————————

    Viele Bundesländer bis auf mir bekannt nur zwei, haben dafür von der GDV Geld erhalten. …

    Als Grund wurde benannt, die Entlastung der Polizei. Da gibt es herrliche Seminare für die Polizei.

    Unsere gewählten Minister verkaufen ahnungslose Unfallopfer an die Schadenersatzabwehr der Haftpflichtvesicherer.

    Hallo,Wesor,

    genau das haben wir schon immer vermutet, denn die konkreten Anfragen, z.B. beim Innenministerium in NRW, wurden seidenweich, nichtssagend und inkompetent abgebügelt.

    Aber nach dem Stand der Technik, kann mancher Motor jahrelang zuverlässig arbeiten, wenn er nur regelmäßig gewartet und geschmiert wird. Eines Tages tritt aber doch Verschleiß und Materialermüdung ein und dann geht auch dieser Motor zu Bruch.

    Man muss sich also über ein solches Sponsoring gegen Entgeldzahlungen überhaupt nicht mehr wundern und auch nicht darüber, dass gerade dadurch das seriöse Kfz.-Gewerbe
    gezielt ins Hintertreffen geraten ist, wie auch andere Dienstleister rund um den Verkehrsunfall und den Kfz.-Unfallschaden.

    Dass selbstverständlich auch viele Unfallopfer damit in eine sie benachteiligende Situation manöveriert wurden, versteht sich von selbst.

    Bereits für sich allein ist schon die ausgelöste Wettbewerbsverzerrung skandalös und hat mit freier Marktwirtschaft nicht mehr viel zu tun.

    Wer sind die Hinter-und Steuermänner -hier wie da – eins solchen Deals?

    Übrigens,wovon sollte die Polizei denn wohl entlastet werden ?

    Von ihrem gesetzlich umrissenen Aufgabenbereich oder beispielsweise durch die Art der Ausfertigung von Unfallmitteilungen, die es den Versicherungen ermöglichen, die Schuldfrage in vielen Fällen beliebig interpretieren zu können ?

    Was sind „herrliche“ Seminare für die Polizei und zu welchem Zweck werden sie durch wen veranstaltet ? Sollen dem Geschädigten bereits am Unfallort durch die Polizei Ratschläge erteilt werden, die das Verhalten der UNFALLOPFER in Richtung der Versicherungsinteressen steuern könnten ? Die Befragung von Unfallgeschädigten erhärtet jedenfalls einen solchen Verdacht.

    Das Thema geht somit alle gewählten Volksvertreter an und mit dieser Thematik sollten diese auch ausreichend vertraut gemacht werden mit jeweiliger Kopie an die Verbraucherschutzorganisationen, an die Abeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltsverein,an die Automobilclubs, an die Verantwortungsträger im organinierten Kfz.-Gewerbe, an den Deutschen Industrie und-Handelstag, an die Wirtschaftsmagazine im Deutschen Fernsehen, an die Wochenzeitschriften Spiegel,Focus und Stern sowie an die Deutsche Gerichtsbarkeit auf jeder Ebene.

    Aber auch die Innenministerien der Bundesländer sollten erneut zu dieser Thematik eine Stellungnahme abgeben und schließlich ist auch das Innenministeriom des Bundes ebenso
    einzubeziehen, wie auch die Justizministerien, denn maffiöse Strukturen brauchen wir beispielgebend in unserem Lande nun wirklich nicht noch mehr.

    Mit freundlichen Grüßen

    Oliver K.

  9. virus sagt:

    … hat einer, bzw. haben alle der am Bericht beteiligten Anwälte Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz gegen die Betreiber der HIS-Datei erstattet? Und der Datenschutzbeauftragte – ist der tätig geworden?

    …. und es muss doch jeder darüber informiert werden, dass Daten in der HIS-Datei wie hier zu einem Unfall gespeichert wurden.

    … was lehrt uns der Bericht? Gleichzeitig mit der Beauftragung eines Anwaltes/Gutachters eine umgehende Anfrage an die HIS-Datei starten!

    …. zumal es dann interessant wird, wenn seitens der HIS-Datei-Betreiber mitgeteilt wurde, es lägen keine Daten vor, ein K- bzw. H-Versicherer aber dennoch das HIS-Ass aus dem Ärmel zieht.

    … und bevor wieder einer schreibt, Virus mach mal – habe ich schon. Trotz fiktiv abgerechneten Kasko-Schaden liegen – angeblich – keine Daten in der HIS-Datei vor.

    …. wer weiß, wer weiß?

    zum Punkt Zentralruf – unsere Beschwerde – bereits vor Jahren – beim Innenministerium, so haben wir jetzt erfahren, muss wohl auch an die Polizeidirektionen weitergeleitet worden sein.
    Begründung heute, warum der Zentralruf auf den Unfallanzeigen vermerkt wird – wie soll der Geschädigte sonst an die Daten des Unfallgegners kommen? Ja, vielleicht mit Hilfe eines Anwaltes oder Sachverständigen!!! Aber woher soll ein Polizeibeamter derlei Banales auch wissen können, wollen bzw. dürfen?

  10. Besserwisser sagt:

    Hi virus,
    wie war das denn anno dunnemals, als es die blauen bzw. grünen Unfallmitteilungen der Polizei noch nicht gab? Da wurde doch auch über das Straßenverkehrsamt bzw. Landratsamt der Halter des unfallberursachenden Fahrzeuges festgestellt. Die Personalien der Unfallbeteiligten (Fahrer der (Unfallfahrzeuge) wurden ohnehin ausgetauscht und die Kennzeichen aufgeschrieben. Also dafür brauchen wir die Unfallmitteilung mit Hinweis auf Zentralruf sicher nicht.

  11. wesor sagt:

    OliverK,Virus diese Motoren haben keine Verschleißbegrenzung. Die haben eine Technik von der wir nur träumen. Der Verschleiß verändert durch Schmiermittel das äussere Anschein. Die Motoren laufen durch Parteiwerbung geschmiert. Kommt ein neuer Lader dran, erhält er das bevorzugte Schmiermittel.

    Fällt mir gerade ein Land ohne diese Zentralrufnummer ein, wars Thüringen. Aber vielleicht wissen Thüringer mehr zu berichten vom Sachstand.

  12. wesor sagt:

    Besserwisser, das ist doch ganz einfach.
    Beiner Anfrage an die Zulassung erfolgt Arbeit und die muss bezahlt werden. Nimmt man dagegen als Land gleich damals 12 Mio. ein und braucht hinterher nur noch Zettel verteilen ist das richtig Geld für den Minister.

  13. Besserwisser sagt:

    Hi wesor,
    die Intension der Länder damals war mir schon klar. Es ging aber darum, dass der Hinweis auf den Zentralruf eine Erleichterung für den Unfallgeschädigten gewesen sei. Und das ist für mich nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil, es ist die Möglichkeit des ersten Zugriffs auf das Unfallopfer durch die Versicherungen!! Das war denen das Geld schon wert.

  14. werner Jahn sagt:

    Deutschland Mit Migranten ca.92 Milionen Einwohner man darf nicht ganz Deutschland für Betrüger halten, Betrüger halten alle menschen für Betrüger,die Versicherungen habe die autowerkstäte für Milionäre gemacht auf Kosten der Versischere ,was Huck coburg macht Total Falsch

  15. Willibald Hofmann sagt:

    Sagen Sie mir bitte: Wieso kommt man über Ihre Website nicht an die ZDF-Sendung vom 21.06.2011 ? Hat Ihnen jemand diese Verlinkung nachträglich verboten? (Auch beim ZDF ist die Sendung über das Internet nicht auffindbar).

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