Vermisst HUK Coburg Dankbarkeit und droht daher Partnerwerkstätten mit weiter zu gewährenden Preisnachlässen?!

AUTOHAUS online veröffentlichte am 16.12.11 ein Interview von  AUTOHAUS-SchadenBusines mit dem  Chef für Kfz-Schadenmanagement und die Schadenaußenstellen (SAS) der HUK-Coburg, Thomas Geck.

Herr Geck gesteht ein, dass doch nicht alles Gold ist, was glänzt. Werkstätten gewähren Mitbewerbern die HUKschen Preisnachlässe. Das geht natürlich gar nicht! Um den Wettbewerbsvorteil aufrecht erhalten zu können, wird daher die HUK an der Preisschraube drehen müssen, so Herr Geck.

Thomas Geck gibt Ausblick auf die HUK K&L Welt 2012

(………)

AH: Wie gut sehen Sie sich und Ihre Partnerbetriebe für den weiteren
scharfen Wettbewerb gerüstet?

T. Geck: Nachdem wir hier ein in sich schlüssiges Konzept entwickelt und aufgebaut haben, vom Grundsatz her sehr gut. Eine Entwicklung, die uns nachhaltig nicht gefällt, ist die Tatsache, dass einige Wettbewerber ohne vergleichbare Volumina unser Preisniveau einfordern und einige Betriebe dieser Forderung auch noch nachkommen. Diese Entwicklung ist vor allem für die Betriebe gefährlich, weil wir gezwungen sind, den Preisabstand neu zu überdenken.

Was uns in diesem Zusammenhang immer überrascht, ist die Tatsache, dass vergessen wird, dass sich unser Preismodell von anderen (Inklusivpreisen) unterscheidet. Sei es, dass wir Holen und Bringen extra bezahlen, in Kasko auch den Ersatzwagen und vor allem, dass wir klare Umsatzversprechen geben, an denen wir uns bei den Select-Betrieben messen lassen. Oder nehmen Sie den Investitionskostenzuschlag, den wir in diesem Jahr an viele Betriebe, die in ein von uns definiertes Werkzeugset investierten, bezahlt haben. Die Betriebe sind aus unserer Sicht klar gefordert, sich über eine Volumenstaffel unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Preismodelle Gedanken zu machen.

Quelle: AUTOHAUSonline, alles lesen >>>>>>>>>

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7 Antworten zu Vermisst HUK Coburg Dankbarkeit und droht daher Partnerwerkstätten mit weiter zu gewährenden Preisnachlässen?!

  1. DerHukflüsterer sagt:

    @
    „T. Geck: Nachdem wir hier ein in sich schlüssiges Konzept entwickelt und aufgebaut haben, vom Grundsatz her sehr gut. Eine Entwicklung, die uns nachhaltig nicht gefällt, ist die Tatsache, dass einige Wettbewerber ohne vergleichbare Volumina unser Preisniveau einfordern und einige Betriebe dieser Forderung auch noch nachkommen. Diese Entwicklung ist vor allem für die Betriebe gefährlich, weil wir gezwungen sind, den Preisabstand neu zu überdenken.“

    Hallo Herr Geck,

    hier werden doch alle für dämlich gehalten.
    Selbstverständlich ist die Entwicklung für alle Betriebe gefährlich, weil alle bzw. viele Betriebe ihre Stundensätze senken um Aufträge zu erhalten, welche sie vor den „Partnerwerkstatt-Verträgen“ sowieso bekommen hätten, aber mit einem auskömmlichen Stundensatz und einer Verrechnung des Leihwagens.
    Wie können vernünftig denkende Menschen annehmen, dass die HUK-Coburg u. a. dafür sorgen, dass mehr Unfälle gebaut werden u. damit mehr Unfalschadenreparaturen zu verteilen sind.
    Leute wacht doch endlich auf, euch werden doch nur in einem rollierenden System/Kreislauf die Kunden zu einer anderen Werkstätte gelenkt und Ihr meint das ist ein Geschäft.
    Eines muß ich allerdings neidvoll bewundern, wie die HUK-Coburg es schafft auch intelligenten Werkstattinhabern etwas zu verkaufen was sowieso in Werkstatthand war. Obendrein werden ohne eine erkennbare Gegenleistung für die Partnerwerkstatt noch hohe Lohnrabatte u. Leihwagengeschenke für diese u. a. unseriöse Fa. HUK-Coburg erteilt.
    Gehts noch besser?

  2. G.v.H. sagt:

    DerHUKflüsterer

    „Leute wacht doch endlich auf, euch werden doch nur in einem rollierenden System/Kreislauf die Kunden zu einer anderen Werkstätte gelenkt und Ihr meint das ist ein Geschäft.

    Eines muß ich allerdings neidvoll bewundern, wie die HUK-Coburg es schafft, auch intelligenten Werkstattinhabern etwas zu verkaufen, was sowieso in Werkstatthand war.

    Obendrein werden ohne eine erkennbare Gegenleistung für die Partnerwerkstatt noch hohe Lohnrabatte u. Leihwagengeschenke für diese u. a. unseriöse Fa. HUK-Coburg erteilt.“

    Hi, Hukflüsterer,

    „Das Problem mit dem Rattenfänger ist niemals der Rattenfänger; es sind immer die Ratten.“
    (Reinhard K. Sprenger: „Das Prinzip Selbstverantwortung“)

    Man gibt den auserwählten Werkstätten zunächst einmal das Gefühl, dass sich in einer Partnerschaft Träume weitaus besser verwirklichen lassen und der jeweilige Ansprechpartner damit nicht nur auf die Liste der „Guten“ kommt, sondern auch in den Himmel, der über Coburg manchmal ganz besonders verheißungsvoll leuchtet und das bringt ja dann auch manche Abteilung des AG Coburg zur Erleuchtung.

    Ihm wird suggeriert, dass er der wichtigste und intelligenteste Mann der Stunde ist, der überdies im Sinne gemeinsamer Interessen und im Interesse der Versichertengemeinschaft verantwortungsvoll zu handeln versteht und wer hört ein solches Lob nicht schon gerne und wer ist nicht auch einer Anerkennung zugänglich ? Da wird die Palette möglicher Bedenken schnell einmal ausgeblendet und in vorauseilendem Gehorsam dem Mythos vermeintlicher Sachzwänge gehuldigt.Allerdings ist damit auch eine Absicht verbunden. Man will etwas vom Ansprechpartner: Zugeständnisse, Verpflichtungen, Verzicht und aktive Unterstützung in der Zielsetzung, berechtigte Schadenersatzansprüche der Werkstattkunden auszublenden und zu verhindern, so da beispielsweise sind: Anwaltliche Beratung, unabhängiges Gutachten, marktgerechte Wertminderung, Allgemeine Unkostenpauschale, vollwertige Reparatur gem. § 249 BGB usw. usw. S o l c h e Schadenersatzansprüche summieren sich bei einem Durchschnittsschaden leicht einmal auf einen Betrag zwischen 1000,00 und 1500,00 EURO, manchmal aber auch noch deutlich höher. Für die HUK-COBURG immer ein gefundenes Fressen und eine gute Investition, denn die Rendite liegt gleich mehrfach über dem, was ansonsten zu erwirtschaften wäre.

    Dass das Unfallopfer noch nicht einmal eine Reparaturkostenrechnung erhält, um überprüfen zu können, w a s w i e am eigenen Fahrzeug repariert wurde, ist ein gesondertes Thema, übrigens auch für den Verbraucherschutz.-

    Die Reparaturkostenrechnung wird auf den Namen der gegnerischen Versicherung erstellt und wie ist das dann mit der Mehrwertsteuer ? Wenn der Werkstattkunde dann sein Fahrzeug wieder verlaufen will und für einen solchen Unfallschaden offenbarungspflichtig ist, hat er noch nicht einmal einen Reparaturbeleg zur Hand und ein unabhängiges Beweissicherungs-Gutachten erst recht nicht.

    Ich habe es hautnah erlebt, wie mit den Belangen des eigenen Kunden umgegangen wird und auf seine Frage, wer denn den Wertverlust seines Fahrzeuges durch einen offenbarungspflichtigen Unfallschaden bestimmt wurde ihm nach einigen Zögern geantwortet:

    „Das macht die gegnerische Versicherung.“

    Das ist dann aktive Beihilfe zur Reduzierung des Schadenersatzanspruches und schlichtweg Verrat an der berechtigten Interessenlage des Kunden.
    Wer hierfür noch den Begriff Service in den Mund nimmt, hat wohl schon mit der biblischen Figur des Judas wiederholt gefrühstückt, gezecht und gehurt.

    Und zum Schluß kommt dann auch noch ernsthaft die einfältige Frage: „Was müssen wir tun, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und kompetenter Ansprechpartner zu sein ?“

    Antwort: Bestimmt nicht das, was bisher „eingefädelt“ wurde, denn es geht um echtes Serviceverständnis, um Vertrauen und Kommunikation auf Augenhöhe. Im Mittelpunkt aller Bemühungen steht einzig und allein die berechtigte Interessenlage der Kunden und nicht die der Versicherung oder gar die eigene.Das gilt übrigens auch für die Tätigkeit eines qualifizierten und unabhängigen Kraftfahrzeugsachverständigen.

    Reinhard K. Sprenger („Das Prinzip Selbstverantwortung“) hat es auf den Punkt gebracht:

    „Man kann nicht kämpfen, wenn die Hosen voller sind als die Herzen.“

    Oft merkt der Kunde leider oft erst zu spät, dass er hier in eine Falle getappt ist und schlecht beraten wurde, aber das dann sich ergebende Feedback läßt erahnen, wohin zukünftig die Reise geht. Ganz bestimmt nicht mehr in die Werkstatt, die sich als Partner der Versicherung geoutet und auch so verhalten hat.

    Deshalb sollten bei den Verbraucherschutzorganisationen solche Listen von versicherungshörigen Werkstätten ebenso einsehbar sein, wie im Internet. Eure Meinung hierzu in jedweder Richtung interessiert mich.

    Gruß

    G.v.H.

  3. Buschtrommler sagt:

    Aus eigenem Miterleben:
    Als vor vielen Jahren die Seelenfänger der Versicherer ausströmten um sich Werkstätten mit viel heisser Luft zu angeln, suchten auch zwei dieser vermeintlichen Heilsbringer einen Betrieb auf, um (zum angeblichen Wohle des Inhabers) eine Partnerschaft auszuhandeln bzw. aufzudrücken.
    Nach längerem diskutieren und ständigem Ausweichen auf gezielte Fragen vom Inhaber nach dem ganzen Ablauf, Gebietsschutz, Konditionen, Vorteilen und Risiken hat dieser das einzig richtige getan:
    Er hat beide hochkant aus dem Laden geschmissen.

  4. W.W. sagt:

    @ DerHukflüsterer
    @ G.v.H.

    „Ob Du denkst, Du kannst es, oder
    ob Du denkst, Du kannst es nicht:
    Du hast recht.“
    (Henry Ford)

    Mit Gruß zum 4. Advent

    W.W.

  5. Andreas sagt:

    Interessant dürfte in so einem Zusammenhang auch die Reklamationsquote sein. Und zwar nicht die Reklamationen, die an die Versicherung heran getragen werden, sondern die Reklamationen, die bei der Partnerwerkstatt eingehen und nicht beseitigt werden.

    Jeder Firma passieren mal Fehler, in der Vertrauenswerkstatt des Fahrzeughalters genauso wie in der Partnerwerkstatt der Versicherung. In meiner bisherigen Tätigkeit hatte ich bisher maximal 10 Fälle, in denen eine Reparatur in einer Vertrauenswerkstatt des Kunden mangelhaft war und eine Nachbesserung nicht erfolgreich war oder verweigert wurde.

    Davon waren 8 berechtigte Reklamationen, die dann durch meine Vermittlung zufriedenstellend gelöst werden konnten. Zwei Reklamationen waren nicht berechtigt, aber auch das wurde dem Kunden hinterher ordentlich erklärt, sodass alle zufrieden waren.

    Bei den Partnerwerkstätten hatte ich allein die letzten drei Jahre mindestens 30 Fälle unsachgemäßer Reparaturen, die nicht zufriedenstellend gelöst wurden. Alle 30 Reklamationen waren berechtigt!

    Und diese Statistik hat noch einen Haken zu Ungunsten der Vertrauenswerkstätten der Fahrzeughalter: ich erstatte weitaus häufiger Gutachten über Schäden, die dann in den Vertrauensbetrieben der Fahrzeughalter repariert werden, sodass der Kunde schon mal was von mir hat, was ihn dazu verleiten kann wieder bei mir vorstellig zu werden, wenn ihm etwas nicht passt.

    Die Fahrzeuge, die in den Partnerwerkstätten repariert werden, sehen im Regelfall nie einen unabhängigen SV, was dazu führt, dass die Kunden nach einer (für den Laien erkennbar) mangelhaften Reparatur erst noch das weitere Vorgehen überlegen müssen und dadzrch erst viel später auf die Idee kommen, einen unabhängigen SV zu konsultieren.

    Ich denke andere Kollegen haben ähnliche Erfahrungen. Es ist aber somit unsere Aufgabe dieses an die Öffentlichkeit zu bringen und zu kommunizieren. Denn das System „Partnerbetriebe“ steht und fällt auch mit der Qualität der Arbeit und damit mit der Akzeptanz beim Fahrzeughalter.

    Solche Fälle zu sammeln und zu dokumentieren ist allerdings zeitaufwändig und Puzzlearbeit. Nichts desto trotz sollten die Kollegen örtlich bekannt machen, dass bei Reparatur von Fahrzeugen in Partnerwerkstätten eine Überprüfung der Reparatur kostenfrei durch den SV durchgeführt wird. Damit hat man den Fahrzeughalter zumindest schon einmal bei sich und kann ihn aufklären. Er erfährt, dass er mindestens noch eine Rechnungskopie braucht. Er erfährt etwas über eine mögliche Wertminderung und er erfährt etwas über die Qualität seiner Reparatur.

    Ist diese mangelhaft oder blieb noch die Wertminderung unberücksichtigt, dann ergibt sich sogar die Möglichkeit eines Gutachtens, um den Kunden zu einer ordentlichen Reparatur und den Ausgleich des Wertverlustes zu verhelfen.

    Und bei diesem System müssen Werkstätten, SV und Anwälte an einem Strang ziehen. Meine Werkstätten wissen auch, dass die Reparaturqualität kostenfrei überprüfe, wenn ein Fahrzeug in einer Partnerwerkstatt repariert wurde. Das nutzen meine Werkstätten zu einem Service am Kunden, der diesen wieder in seine Werkstatt bringt und schon das ein oder andere Mal zumindest noch zu einem Teilauftrag geführt hat, weil die Reparatru nachgebessert werden musste und die Nachbesserung durch den Erstreparatuer verweigert worden ist.

    Solange jedoch genug Werkstätten, Sachverständige und Anwälte wegschauen, wird das System funktionieren, denn die Fahrzeughalter sehen bestenfalls 5% der Reparaturmängel und oftmals werden diese sogar noch trotz Kenntnis in Kauf genommen: „Es wird schon nicht so schlimm sein.“ Wenn dann allerdings nach 2 Jahren der Rost durchkommt, dann ist auch eine Reklamation praktisch nie mehr erfolgreich.

    Viele Grüße

    Andreas

  6. F-W Wortmann sagt:

    Hallo Andreas,
    so isses.
    Prima Kommentar. Ich hoffe, dass Dein Kommentar so manchem die Augen geöffnet hat.
    Mit freundlichen Grüßen
    F-W Wortmann

  7. SV m.E. sagt:

    Die Marktmanipulationen seitens der HUK, stinken die nicht zum Himmel?

    Ztat T. Geck: „Oder nehmen Sie den Investitionskostenzuschlag, den wir in diesem Jahr an viele Betriebe, die in ein von uns definiertes Werkzeugset investierten, bezahlt haben.“

    Meine Frage an euch, muss hier nicht von Schmiergeldzahlungen und Schmiergeldannahmen zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen, finanziert mit veruntreuten Versichertengeldern gesprochen werden? Interessant wäre es auch, zu wissen, ob die so bedachten Rep-Betriebe den „HUK-Bonus“ artig MW-versteuern?

    Zudem, ist noch keiner auf den Gedanken gekommen, dass hier ja vom Grundsatz her was nicht stimmen kann? Wer Mitbewerbern der HUK Preisnachlässe gewährt, welche der Reparaturbetrieb aufgrund der Teilebeschaffungsmodalitäten seitens HUK und Vertragsvereinbarungen mit der HUK auch für seine „freie“ Kundschaft erhält, soll jetzt doch mit weiterem Preisdumping bestraft werden? Andersherum, traben wir SVs täglich zum Gericht, weil die HUK uns nur das zahlen will, was sie mit dem BVSK ausgekaspert hat? Noch dazu, warum soll der Kunde XY mehr für eine Reparatur bezahlen, als die HUK und deren ….gesellen. So dumm kann doch keiner sein?

    Ich für mein Teil habe den Bericht von Autohaus online jedenfalls ausgedruckt und schon mal hinter die nächste Ladung geheftet, um alsbald dem Richter mit ein paar erklärenden Worten die zwei Seiten persönlich in die Hand zu drücken.

    Allen eine schöne Weihnacht wünscht

    ein SV m. E.

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