Allianz Versicherung wollte Obmannshonorar nach Sachverständigenverfahren § 14 nicht ausgleichen!

Das sollten Sachverständige genau lesen , bevor sie sich darauf einlassen einer Obmannstätigkeit zuzustimmen, wenn die Fa. Allianz eine Partei des Sachverständigenverfahrens nach §14 AKB ist.

An sich war ich schon verwundert, dass ein Schadenregulierer/SV der Fa. Allianz München dem Vorschlag eines andern aber unabhängigen SV, welcher als Ausschussmitglied ein Sachverständigenverfahren nach § 14 AKB Abs.2 eingeleitet hat, gefolgt ist und meine Person als Obmann akzeptiert hat.

Nach dem sich die Ausschußmitglieder im SV- Verfahren nicht geeinigt haben, kam meine Rolle als Obmann zum tragen und ich habe die Obmannsentscheidung getroffen, sowie meine Honorarkosten der Fa. Allianz überstellt (mehr Aussicht auf Zahlung), da ja beide Ausschussmitglieder selbstschuldnerisch für mein Honorar haften. Im Klartext heisst das, ich bestimme wer mich bezahlt.

Aber weit gefehlt:

Am 29.03.2007 wird mir von der Fa. Allianz (Sachbearbeiter Herr L.*) ein Schreiben mit folgenden Inhalt zugeleitet.

Sehr geehrter Herr .SV………..

die Höhe der Erstattung Ihrer Gebühren ist in den Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherungen (AKB) §14/5 klar geregelt. Dort heißt es" liegt die Entscheidung zwischen Angebot und Forderung, so tritt eine verhältnismäßige Verteilung der Kosten ein. Eine weitere Zahlung durch uns kann daher nicht erfolgen.

MfG

Ihre Allianz

"Ihre Allianz", wenn ich das schon höre. 

Nun es hatte nichts gebracht dass ich ihm die Obmannstätigkeit erklärte, dass er mit der Argumentation falsch liegt, dass Obmannshonorare nicht einer Quotelung gegenüber dem Obmann anzuwenden sind usw.. Aber es half nichts, wie soll man auch jemanden überzeugen, der nicht mal die Vertragsbedingungen seines Brötchengebers kennt.

Ich hatte es also mit einem beratungsresistenten Mitarbeiter* zu tun. Oder man nahm sich die HUK-Coburg als Vorbild und wollte mir tatsächlich mein Honorar abschwindeln.

Was folgte war klar, Klage, Widerspruch, doch Anerkenntnis der Sache aus prozessökonomischen Gründen (man kennt das ja).

Bezahlung nach Kostenfestsetzungsbeschluß! 

Das Ganze kostete wesentlich mehr + 2 Anwälte und Gerichtsgebühren, es fehlen noch die Zinsen, welche ich auch noch einklagen werde, falls wieder so ein Mitarbeiter* anderer Meinung ist.

Wer also jetzt noch für die Fa. Allianz als Obmann tätig werden will, sollte sich nicht scheuen, einen angemessenen Vorschuss zu verlangen und sich auf den Beitrag in C-H berufen, oder es so wie ich halten, nie mehr für so eine  Fa.arbeiten.

MfG

an die Kollegen

u. auch 

an meine Allianz

*Name durch die Redaktion entfernt

Dieser Beitrag wurde unter Allianz Versicherung, Kaskoschaden, Sachverständigenhonorar, Sachverständigenverfahren, Unglaubliches abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

33 Kommentare zu Allianz Versicherung wollte Obmannshonorar nach Sachverständigenverfahren § 14 nicht ausgleichen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.