„Jedes Jahr sparen Versicherungen etwa zwei Milliarden Euro“

Zwei gut recherchierte und daher lesenswerte Beiträge von auto motor sport zur Thematik

„Fallstricke der Versicherer bei der Kraftfahrzeugschadenregulierung – ein Milliarden schweres Betrugsgeschäft?“

Haftpflichtversicherung

(06.09.2009)

Betrug bei Schadensfällen

Jedes Jahr sparen Versicherungen etwa zwei Milliarden Euro

Branchenkenner gehen davon aus, dass diese jährlich zwei Milliarden Euro einsparen – auf Kosten der Geschädigten. Und sie sind enorm kreativ bei der Auslegung der Rechtslage – siehe Kürzung der Werkstatt- Stundenverrechnungssätze bei fiktiver Abrechnung. Dabei hatte der Bundesgerichtshof bereits 2003 eine Lanze für die Verbraucher gebrochen: Das Unfallopfer darf als Vergleichsmaßstab die Stundenlöhne von Vertragswerkstätten anlegen. In der Rechtsprechung herrscht nach dieser Ansage die Meinung vor, dass der Geschädigte sich nicht auf freie Werkstätten verweisen lassen muss.

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Schadenminderungspflicht:

16.05.2010

Zum Ärger nicht auch noch draufzahlen

Unschuldiges Opfer eines Unfalls zu sein, bedeutet erst einmal eine Menge Ärger. Dazu müssen Autofahrer aufpassen, dass sie zum Schluss nicht auch noch draufzahlen – weil sie nach Ansicht der gegnerischen Versicherung gegen die Schadenminderungspflicht verstoßen haben.

Immer in die Markenwerkstatt? Dann auch zur Unfallreparatur

Mit einem anderen Fall der Unzumutbarkeit hat sich erst kürzlich auch das Landgericht Koblenz befasst (Aktenzeichen 13 S 7/09). In diesem Fall wollte die gegnerische Versicherung den Geschädigten auf eine freie Werkstatt verweisen, die 50 Kilometer weit entfernt lag, währen es zur nächstgelegenen Markenwerkstatt nur sieben Kilometer waren. Die Richter urteilten glarklar: Diese Reparaturmöglichkeit ist für den Geschädigten aufgrund der Entfernung nicht mühelos und ohne weiteres zugänglich.
Selbst für Fahrzeuge, die längst aus der Neuwagengarantie draußen sind, legt der BGH in seiner jüngsten Entscheidung die Hürden für die Versicherung hoch: Kann der geschädigte Autofahrer belegen, dass er sein Auto bislang immer in einer Markenwerkstatt warten und reparieren ließ, kann ihn die Versicherung für die Unfallreparatur nicht an eine freie Werkstatt verweisen.

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5 Kommentare zu „Jedes Jahr sparen Versicherungen etwa zwei Milliarden Euro“

  1. Glöckchen sagt:

    Gratuliere!
    AMS sollte schonmal eine eigene Druckerei kaufen angesichts der tausende neuer Abonnenten.
    HAAAALLLLOOOOO…….Verbraucherzentrale Hamburg!!!!!!!
    … Unfallopfer sind auch Verbraucher……wann wacht ihr mal auf???????????????????

  2. DerHukflüsterer sagt:

    DerHukflüsterer
    Montag, 26.09.2011 um 03:29

    @
    “Laut einer Studie der Versicherungswirtschaft ist jeder zehnte Schaden frei erfunden oder zu hoch angesetzt. Bei einem Schadensaufkommen von 42 Milliarden Euro entstehen so jährlich allein bei den deutschen Schadens- und Unfallversicherern Einbußen in Höhe von bis zu vier Milliarden Euro.”

    So,so 42 Miliarden Schadenaufkommen! Warum nicht gleich 80 Miliarden oder 100 Milliarden?
    Diese armen ,armen gebeutelten Volksblender!
    Beeindruckend, wie man innerhalb von einem Interview, GDV Zahlen mit einem besonderen Wahrheitsempfinden so entstellen kann.
    2009 gab es rund 104 Millionen Versicherungsverträge bei der Schaden u. Unfallversicherung.
    Beitragseinnahmen 20,1 Milliarden Euro!
    9,4 Millionen Versicherungsfälle!
    19,4 Milliarden kompl. Schadenaufwand:
    davon Haftpflichtversicherung 12,2 Milliarden,
    Durchnittsschadenkosten bei Haftpflicht € 3.520.-
    Durchnittsschadenkosten bei Vollkasko € 1.420.-
    Durchnittsschadenkosten bei Teilkasko € 656.-

    Wenn also laut Studie jeder 10. Schaden frei erfunden oder überhöht ist, können das nur nur max. 1,94 Milliarden sein um die Versicherungen “geprellt” werden?

    Betrachtet man aber, dass die Versicherungswirtschaft selbst mit ihren angestellten SV, mit der DEKRA, mit der SSH, mit Carexpert, mit dem BVSK und all den anderen weisungsfreudigen SV-Gruppen ca. 87% aller Schadenfälle begutachtet u. bearbeitet, so gehen von diesen angeblich 1,94 Milliarden Euro betrogenen Leistungen zu 87% = 1,687 Milliarden auf das eigenverantwortliche Konto.
    Da freie unabhängige SV weniger mit Kaskobegutachtungen zu tun haben ist der Schadenaufwand im Haftpflichtfall zur Berechnung/Vergleich herbeizuziehen = 12,2 Milliarden Euro.
    Aus diesem Betrag wäre nach Angabe des H.Heitmann jeder 10. Fall ein Betrug = 1,22 Milliarden €.
    Die freien unabhängigen SV hätten wenn überhaupt hier nur einen 13%igen Anteil = 0,1586 Milliarden Euro des behaupteten Betruges!
    Bei 1,22 Millionen erstellter GA der verbliebenen 13% freier SV wäre hier ein pro GA Anteil von 158,6 Mio : 1,22 Mio = € 130,00 zu beziffern, welche als evtl. statistischer Betrugsvorwurf in Frage kämen.
    Betrachtet man das Schadenmanagement, wo in 87% ( weisungstreue SV) aller Schadenfälle(von 9,4 Mio) unberechtigt Verbringungskosten, Ersatzteilzuschläge, Werkstattstundenlöhne und sonstige unerwünschten Schadenpositionen nicht aufgeführt werden, erkennt der aufmerksame Leser die eigentliche Bedeutung des Begriffes Versicherungsbetrug.
    9,4 Mio Euro X 87% X ca. € 300.- Auftragsstreichung =
    2,453 Milliarden € zu unrecht einbehaltener Versicherungsleistungen. Die Dunkelziffer liegt bei 4,412 Milliarden Euro.
    Die Presse sollte es mal mit objektiven Augen sehen und eine ordentliche Recherche als Grundlage bilden.
    Auch einen Herrn Heitmann sollte dieses Rechenbeispiel zeigen, dass jeder der im Glashaus sitzt, auch richtig vortragen sollte.
    Denn Betrug, welchen man nachweislich am Geschädigten bewusst vollzieht, anderen anzulasten ist schon ein starkes Stück?
    Würde die Versicherungswirtschaft zu einer ordentlichen Prämenkalkulation zurückkehren, wäre eine vollständige u. rechtskonforme Schadenregulierung wesentlich eindrucksvoller als der Ausbau eines bereits zerfallenden Lügengebäudes.

    Hallo User,
    muss erst AMS so einen ähnlichen Bericht wie ich schreiben damit kapiert wird auf wessen Seite die Betrüger agieren.
    Schön dass das endlich wahr genommen wird. Scheinbar wird einem oben genannten Blog Bericht von mir, der nicht von einer Zeitung kommt, nicht geglaubt oder keine Beachtung geschenkt, obwohl hier tatsächlich Branchenkenner schreiben.

  3. CH-Leser sagt:

    Hi der Hukflüsterer,
    ich kann deinen Unmut durchaus verstehen. Deine Ausführungen und der Bericht im ams zeigen doch, auf welcher Seite doch eigentlich die Betrüger sitzen, nämlich überwiegend auf der Versicherungsseite. Es gibt fast keinen Unfallschaden, bei dem nicht der Geschädigte um berechtigte Ansprüche geprellt, sprich: betrogen wird!!!
    Ich kann dir aber versichern, dass immer mehr Gerichte auch ihre Informationen aus dem Internet – und damit auch aus diesem Forum – entnehmen. WW hatte ja bereits festgestellt, dass der Richter in Germersheim Leser dieses Blogs sein muss, weil in seinem Urteil bei Zitat des BGH-Urteils Angaben vorhanden waren, die nur im CH-Blog verwandt wurden. Irgendwann fällt das ganze Lügengebäude der Versicherungen zusammen.

  4. wildschütz jennerwein sagt:

    Hier bekommt der Umgangssprachliche Begriff „Versicherungsbetrug“ eine ganz neue Bedeutung

  5. hukisliebling sagt:

    hi hukflüsterer,
    fundierte Rechengänge, von jedermann nachvollziehbar, jedoch offensichtlich n i c h t von den „hochqualifizierten“ Versicherungsmathematikern, Politikern, Staatsanwälten und einigen Richtern.

    spätestens jetzt sollten die drei letztgenannten Gruppen aufwachen, ansonsten könnte man dort Parteilichkeit vermuten.
    außerordentlichen Respekt für diese anschauliche Tatsachenschilderung an dich.
    hukisliebling

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