Das Internet als Werbeplattform für die Versicherer – Fluch oder Segen ? Kleine Stichtagsbilanz zum Wechselmonat November 2016.

Seitdem die Versicherer das Internet für sich entdeckt haben, gibt es auch online erhebliche (kostenintensive) Werbebemühungen um den letzten Kunden. Zur Tarifreduzierung wurden dafür soger spezielle Online-Versicherungsportale geschaffen. Auch werblich wird an allen Ecken und Enden versucht, den potentiellen Kunden die jeweilige Versicherung schmackhaft zu machen. Z.B. mit Vergleichsportalen, bei denen die eine oder andere Versicherung als „Topfavorit“ gehandelt wird. Verschwiegen wird hierbei in der Regel, dass die Versicherer oftmals selbst hinter solchen Vergleichsportalen die Strippen ziehen. Analoges geschieht bei den diversen „Studien“ zu der sog. „Kundenzufriedenheit“. Also Volksverdummung soweit das Auge reicht = business as usual.

Die Kehrseite der Medailie des Internets ist die schnelle Verbreitung von Informationen über Bewertungsportale, Internet-Blogs, Foren usw. . Im Gegensatz zum „Wunschkonzert“ der Versicherer wird dort meist Tacheles über die tatsächlichen Stärken und Schwächen der jeweiligen Versicherungsgesellschaft „geredet“. Hierbei offenbart sich dann der wahre „Charakter“ der werblich ach so vielgepriesenen Versicherung. Bestes Beispiel hierfür ist der Internet-Blog Captain HUK, bei dem der eine oder andere Versicherer mehr oder weniger im Fokus steht.

Wie sehr sich „schlechte Nachrichten“ im Netz in barer Münze auswirken können, ergibt sich anhand des folgenden Beispiels.

Am 19.03.2015 hatten wir z.B. den folgenden Beitrag veröffentlicht:

Hoffentlich nicht HUK versichert – Kasko schon gar nicht

Inhalt dieses Artikels war der (unmögliche) Umgang der HUK-Coburg mit ihren Kunden bei der Kasko-Schadensabwicklung.

Anhand der Leserzahlen zu diesem CH-Beitrag kann man gut erkennen, dass sich die potentiellen Versicherungskunden zum Zeitpunkt eines möglichen Versicherungswechsels im November gehäuft um Informationen im Netz bemühen. Hier die die Anzahl der Leser aus dem Jahr 2016 zu dem gegenständlichen Artikel:

Januar:                 286
Februar:               702
März:                    968
April:                     911
Mai:                    1.007
Juni:                   1.059
Juli:                    1.066
August:              1.154
September:        1.113
Oktober:            4.159
November:       17.886

Quelle: Captain HUK Redaktion

Wie man unschwer erkennen kann, bewegt sich die Leserquote zu diesem Artikel von Januar bis September auf einem Niveau unter 1.000 bzw. etwas über 1.000 Lesern / Monat. Im Monat Oktober steigt die Zahl dann plötzlich auf über 4.000 an und im Wechselmonat November sogar auf 17.886. Demzufolge suchen die „Wechselkandidaten“ zum Versicherungswechseltermin hin vermehrt nach Informationen zur jeweiligen Versicherung im Netz – hier wohl zur HUK Coburg, die den Köder mit besonders günstigen Tarifen ausgelegt hat.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die HUK einen Neukunden gewinnt, der diesen CH-Beitrag gelesen hat, dürfte wohl deutlich unter 50% sinken. Denn wer will sich schon auf eine Versicherung einlassen, die im Schadensfall die Regulierung (zumindest teilweise) verweigert? Insbesondere bei der Einschränkung von Kaskoleistungen sind die Autofahrer sehr sensibel. Denn schließlich geht es hier ums eigene Geld.

Konservativ geschätzt werden – nach dem Studium dieses Artikels – wohl mindestens 30% Abstand von der HUK als Kfz-Versicherer nehmen. Was bedeutet das in Euro und Cent?

Bei einer Leserzahl von 22.045 für die Monate Oktober u. November ergibt sich daraus eine Prognose von ca. 6.600 „verlorenen“ Neukunden.

Bei einer durchschnittlichen Versicherungsprämie von EUR 500.– / Jahr ergibt sich daraus ein Beitragsverlust von ca. 3,3 Mio EUR / Jahr. Bei einer Ablehnungsquote von 50% wären es schon ca. 5,5 Mio. usw… (nur durch diesen einen Beitrag bei Captain HUK !).

Gerechnet auf die bisherige Gesamtleserzahl zu diesem Artikel (über 67.000) ergibt sich – bei einer Ablehnungsquote von 30% – ein geschätzer Beitragsverlust von mindestens 10 Mio EUR !!! – nach einer Onlinezeit von gerade einmal 1 3/4 Jahren!!

Ein erhebliches „Defizit“, dem man zwangsläufig mit einem erhöhten Werbeetat entgegensteuern muss. Diesen Effekt (vergleichsweise hohes Werbeaufkommen) kann man insbesondere bei der HUK deutlich erkennen. „Schlechte Nachrichten“ im Netz verbreiten sich nicht nur schnell und „weit“, sondern führen zu einen erheblichen Beitragsverlust zzgl. außerordentlicher Werbekosten zur Kompensation. Eine Kostenspirale, die sich immer weiter dreht, je schlechter die Nachrichten und je weiter diese Informationen im Netz verbreitet sind. Fakt ist, dass man verlorene Millionen infolge von Imageverlust nicht mehr einholen kann. Man läuft ständig hinterher. Egal wie viel man in die Werbung „pumpt“. Nur eine rechtzeitige Umkehr verspricht hier ggf. „Heilung“.

Darüber hinaus erfasst das empirische Rechenbeispiel ja nur die Spitze des Eisbergs, da das hier verwendete Statistikprogramm nur die direkten Leser auf der Plattform Captain HUK erfasst. Durch die sozialen Netzwerke, Verknüpfungen, Verlinkung, RSS-Feed usw. erscheinen die Beiträge auf unzähligen Seiten im Internet, so dass sich der Negativeffekt bei der Kundenakquise mehrfach potenziert. Aus 3, 5 oder 10 Millionen „Miese“ aufgrund eines aufklärenden Internet-Beitrages können so schnell 50, 60, 70 … Millionen werden. Klingt unglaublich, völlig überzogen? So eine Wahrnehmung kann uns doch nur recht sein!

Nachdem bei CH zur Kategorie HUK Coburg bereits über 2.200 Artikel veröffentlicht sind und die ersten davon bereits seit über 10 Jahren durchs Internet „geistern“, kann man sich unschwer vorstellen, dass der HUK – Marktführer hin oder her – alleine in diesem Zeitraum eine erhebliche Menge an Kunden „durch die Lappen gegangen“ und damit reichlich Beitragseinnahmen entgangen sind. Von den Verantwortlichen wird so etwas natürlich stets kleingeredet, da sich „verschreckte Kunden“ ja nicht konkret erfassen lassen. Nach dem Studium „schlechter Nachrichten“ werden sich am Ende aber wohl doch nur die „Schmerzfreien“ oder „Billigheimer“ für einen Jahresvertrag bei der HUK entscheiden? Mehr als eine Haftpflicht- und vielleicht eine Teilkaskoprämie – möglicherweise hier und da auch mal Kasko-Select – ist da wohl meist nicht drin (B-Kunden)? Aufgeklärte „Premium-Kunden“ mit 100% Vollkasko-Mentalität, die nicht jeden Cent umdrehen müssen (A-Kunden = auch geringeres Schadenrisiko), versichern sich bestimmt bei einer anderen Gesellschaft ihres Vertrauens?

Hinzu kommen noch die angestiegenen Kosten bei der Schadenregulierung durch die permanante Bereitstellung umfangreicher Information im Internet für die Geschädigten und deren Interessensvertreter, die sich nun, z.B. bei der fiktiven Abrechnung, der Werminderung oder beim Totalschaden (Restwert) nicht mehr so leicht durch das sog. „Schadensmanagement“ über den Tisch ziehen lassen. Darüber hinaus kommt es in Folge der notorischen Verweigerung von Schadensersatzleistungen zwangsläufig zu kostenintensiven Gerichtsprozessen. Nicht zu vergessen, die Zunahme von Klagen durch Kfz-Sachverständige (u.a. gegen die VNs der HUK), die sich – aufgrund der angebotenen Informationsmenge nebst Volltext-Urteilen und Urteilslisten – die willkürlichen (rechtswidrigen) Kürzungen der HUK nicht mehr länger gefallen lassen. Sofern im Klageverfahren der VN (und zwar nur der VN !) vor den Kadi gezerrt wird, kommt es zur weiteren Kunden-Abwanderung (= schleichende Erosion). Denn wer möchte langfristig bei einem Unternehmen versichert sein, bei dem man – über die Versicherungsprämie hinaus – im Schadensfall dann noch einmal vom Geschädigten zur Kasse gebeten wird?

Wie war das gleich nochmal vor den Zeiten des Internets?

Ein zufriedener Kunde bringt 2-3 neue Kunden. Ein unzufriedener „kostet“ mindestens 10 Neukunden.

Durch das Internet haben sich die Zahlen dramatisch verändert. Aus 10 wurden 1.000 oder 10.000, je nachdem wie oft das unliebsame Ereignis gelesen (geteilt) wird (s.o.). Lob wird dagegen heutzutage kaum noch in den online-Foren kommuniziert. In Sachen Firmenbewertung „lebt“ das Internet hauptsächlich von Kritik. Mitarbeiter von Versicherern an der Front können davon ein Lied singen. Positives Feedback in den Foren wird meist nur von der „Trollkompanie“ der betroffenen Firmen hinterlassen, wobei entsprechende Beiträge von den Bloggern in der Regel recht schnell „enttarnt“ werden.

Mehr denn je sind deshalb zufriedene Kunden die besten Werbeträger (im persönlichen Umfeld). Neukundengewinnung durch Werbung ist hingegen sehr kostenintensiv – auch für „Saubermänner“. Wer aber gegen einen schlechten Ruf im Internet „anstinken“ will, benötigt einen exorbitant hohen Kosteneinsatz => Kostentendenz: steigend!

Nach einer groben Schätzung dürfte sich der in den letzten 10 – 15 Jahren aufgelaufene „fiktive Schaden“ der HUK – als Folge der fehlgeleiteten Firmenpolitik – im mittleren bis oberen 3-stelligen Millionenbereich bewegen. In diese Schätzung sind nicht nur die statistischen Zugriffe bei CH eingeflossen, sondern auch Erkenntnisse aus Geschäftsberichten, Schaden-/Kostenquote usw.. Und jeden Monat werden weitere Mios „in den Gulli gekippt“.

Die „Strategen“ der HUK sehen das bestimmt völlig anders und werden wohl weiterhin vollmundig kommunizieren, wie „auskömmlich“ das rechtswidrige Schadensmanagement doch sei und es durchaus Sinn mache, den eigenen Kunden (VNs) im Kasko-, sowie den Geschädigten und deren Dienstleistern im Haftpflicht-Schadensfall, ein paar Euro aus dem Kreuz zu leiern. Hauptsache die Billigprämien werden irgendwie gegenfinanziert? Wen interessiert dabei schon das lästige „Geschmiere“ im Internet oder eine Handvoll „Weltverbesserer“ bei Captain HUK? So ein „Provinz-Blättchen“ hat ja lediglich 1,4-1,5 Mio Leser / Jahr mit läppischen 8 – 9 Mio gelesenen Seiten pro Anno => Peanuts für die Versicherer. Was sind schon ein paar tausend mitlesende Richter, die nun das rechtswidrige Schadenmanagement der Versicherer sowie deren perfide Strategien zur Kosteneinsparung besser durchschauen und sich nicht mehr so leicht von den Anwälten der Assekuranzen „verladen“ lassen? Dazu ein zunehmender „Verlust“ von 30, 40 oder 50%… im Neukundensegment und die Abwanderung von geprellten Bestandskunden => alles nur „Pillepalle“?
Mit einer Firmenphilosophie so oder so ähnlich drehen die „Lemminge“ das Versicherungsrad immer schön weiter, bis man – nachdem der Ruf dann irgendwann vollständig ruiniert ist – bei 80 oder 90% angelangt ist und das Kartenhaus dann zwangsläufig in sich zusammenfällt.

Aber auch darüber wird man sich in Coburg keine großen Gedanken machen (müssen), solange der derzeitige „Bundesversicherungsminister“ im Amt ist und die schützende Hand des Steuerzahlers über seine GDV-Schützlinge hält, sofern es dann doch irgendwann zum „Achsenbruch“ kommen sollte (siehe in Sachen „Versicherungsminister“ auch das Thema Bewertungsreserven). Die geplante Privatisierung der Autobahnen als Renditemotor für die Versicherer – zu Lasten der Autofahrer – war ja schon ein erster Vorstoß, der zeigt, wohin der Hase läuft bzw. laufen soll. Und wenn man mit dem verhökern der Autobahnen (Tafelsilber!!) in dieser Legislaturperiode doch nicht mehr zu Potte kommt, dann vielleicht in der nächsten? In einer neuen großen Koalition werden die Karten ja wieder neu gemischt. Steter Tropfen höhlt den Stein – oder auf Schwäbisch: Numme net hudle. D´ Schwoba kennet elles außer Hochdeitsch. Demzufolge auch das Vermögen der Bürger „umverteilen“. Notfalls auch gegen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (Beispiel: Bewertungsreserven). Aber selbst wenn alle Stricke reißen, gibt es ja immer noch die Option Staatshilfe für marode (systemrelevante?!) Versicherer zu Lasten der Steuerzahler.

Nicht zu vergessen, den (Schlacht)Plan B der HUK => Autohandel u. Autoreparaturen. Die Bezeichnung „Heuschreckenmentalität“ passt zu dieser Geschäftspolitik, wie die Faust auf´s Auge. Zuerst mit „Dumping-Angeboten“ nebst rechtswidrigem Schadenmanagement „verbrannte Erde“ im Kerngeschäft produzieren und in der Not (Gier?) dann ungeniert in völlig fremde Geschäftsfelder einbrechen. Bei den „Partnerwerkstätten“ wurde der Ertrag der umsatzbesoffenen Unternehmen ja schon reichlich „abgefressen“.

Wie man an dem skizzierten Beispiel unschwer erkennen kann, sind viele Probleme bei den Versicherern hausgemacht (strategische Managementfehler) und mitnichten eine Folge der Niedrigzinspolitik am Kapitalmarkt, die gerne bei jeder Gelegenheit – als Grund wirtschaftlicher Schwäche – vorgeschoben wird. Bei den Versicherern läuft vieles analog zu der Misere im Bankensystem. Die Finanzkrise 2008 – die ja bis heute nicht überwunden ist – hatten Finanzexperten schon viele Jahre vorher genauso prophezeit. Aber auch dort wurden die eindeutigen Warnungen von den betroffenen Vorstandsetagen schlichtweg ignoriert.

Warum ist das so?

Weil viele der heutigen (angestellten) Firmenlenker nicht mehr an die langfristige Stabilität des Unternehmens, sondern nur noch an den schnellen Boni denken.

Taschen voll – und tschüss….

Fazit:

Versicherer mit einer Häufung von Negativschlagzeilen im Internet zahlen am Ende einen sehr hohen Preis. Versicherer, die diesen Makel tunlichst vermeiden, profitieren hingegen dauerhaft von der Einbahnstraßen-Strategie ihrer Mitbewerber.

Yin und Yang, Fluch oder Segen, je nachdem auf welcher Seite (des Rechts) man steht.

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19 Kommentare zu Das Internet als Werbeplattform für die Versicherer – Fluch oder Segen ? Kleine Stichtagsbilanz zum Wechselmonat November 2016.

  1. Banker sagt:

    ….und immer öfter zu hören:

    1.Hätte ich keinen Anwalt gehabt,wäre ich hoffnungslos verloren gewesen.
    2.Hätte ich auf ein Schadensgutachten verzichtet,wäre meine Entschädigung nur halb so hoch ausgefallen.

    Aber was viel wichtiger ist:

    Die Leute beginnen sich in der breiten Masse zu fragen,wo man sein Auto noch fair versichern kann.
    Darauf lässt sich wohl keine ehrliche Antwort finden.
    Am Besten,man befragte die Amtsgerichtsdirektoren oder die Verkehrsrechtsanwälte, also diejenigen,denen die Kürzungspraktiken der Versicherer die meißte Arbeit bescheren.
    Die Konsequenz sehen wir in den Entwicklungen zum carsharing,zur Fa.Uber,und in den aktuellen Plänen von VW-Chef Peter Müller.

    Insiderinfo:

    Am AG Rüsselsheim soll es 1,5 Richterstellen gegeben haben.
    Nachdem Condor seinen Geschäftssitz in diesen Gerichtsbezirk verlegt hat,soll es dort jetzt 6 Richterstellen geben.
    Warum?,weil die Reisenden soviel klagen,oder weil Condor soviele Klagen provoziert?

  2. Ass.jur. Wortmann sagt:

    @ Banker

    „Hätte ich keinen Anwalt gehabt,wäre ich hoffnungslos verloren gewesen. Hätte ich auf ein Schadensgutachten verzichtet, wäre meine Entschädigung nur halb so hoch ausgefallen.“

    Das kann ich unterschreiben. Ohne qualifizierte Anwälte ist das Unfallopfer heute verloren. Ohne einen qualifizierten Sachverständigen auch. Und ich möchte noch hinzufügen: Ohne die Informationen aus den Captain-Huk-Blog wäre das Unfallopfer nicht zu einem Anwalt und zu einem Sachverständigen gegangen. Er hätte sich mit langwierigen eigenen Schreiben und mit einem (nichtssagenden) Kostenvoranschlag zufrieden gegeben und wäre still und leise mit einigen Euros abgespeist worden, ohne zu merken, dass er um das Vielfache geprellt worden ist.

    @Hans Dampf

    Mit diesem Beitrag hat Captain-Huk wieder einmal gezeigt, dass ihm der Verbraucherschutz gegenüber der Versicherungswirtschaft am Herzen liegt. Ein prima Beitrag. Ich werde Nachbarn und Freunde auf diesen Blog hinweisen, sofern sie ihn noch nicht kennen. Diese werden wiederum weiterempfehlen, so dass sich der Bekanntheitsgrad dieses Blogs schnell vergrößern wird.
    Dass auch Richter diesen Blog kennen, zeigt der bereits von mir erwähnte Beschluss des OLG Hamm aus einem anderen Kommentar von mir in diesem Blog.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ass. jur. Wortmann

  3. Karle sagt:

    Prima Beitrag! Werde ich auch weiter empfehlen/verbreiten.

    Wieder etwas Lustiges für die Versicherer?

    Den Coburgern ist bei diesen Zahlen bestimmt das vorweihnachtliche Essen im Hals steckengeblieben.

    Wir sind auf dem richtigen Weg. Immer weiter so!

  4. Egon sagt:

    Wir tanken rundum an mindestens 5 verschiedenen Tankstellen. Im Gespräch haben wir alle Mitarbeiter auf captain-huk.de mit Erfolg aufmerksam gemacht und die verbreiten es rasend schnell weiter. Auch unser Hausfriseur und unser Bäcker sind geeígnete Anlaufstellen, denn schließlich geht es ja um eine gute Sache, um Verbraucherschutz vor gierigen Autoversicherern, die den Hals nicht voll kriegen können. Da nutzt dann auch die beste Werbung kaum noch was und eine Rolle rückwärts auch nicht. Bedankt Euch bei der HUK-Coburg, der LVM und der VHV, liebe Versicherer. Die anderen Versicherer, die es auch mal versuchen, sind nur Mitläufer.-
    Egon

  5. Tante Klara sagt:

    Den Beitrag sollte man an die Vorstände von allen Versicherern schicken.

  6. Onkel Paul sagt:

    Hans Dampf, man kann dir zu diesem gelungenen Beitrag nur gratulieren. Bring noch mehr solcher Beiträge!

  7. Knurrhahn sagt:

    Jetzt fehlen nur noch Onkel Ernst und Tante Else mit solchen auflockernden Kommentaren. Mich erstaunt immer wieder die bahnbrechende ERLEUCHTUNG mit der Formulierung „sollte man“. Wer ist das?
    Knurrhahn

  8. virus sagt:

    „Privatisierung der Autobahnen“ Was in dem Beitrag von ZEIT nicht steht, ist dass die 49 % der BAB an die Versicherer verscherbelt werden sollen. Die damit 6 % Rendite erwirtschaften wollen oder besser sollen müssen? Aus wessen Taschen die Rendite wohl fließen wird? Und warum gerade 6 %? Damit zumindest die Beamten-Pensionskassen noch eine Weile zahlungsfähig bleiben? Dafür entzieht der von Hans Dampf so trefflich als „Bundesversicherungsminister“ titulierte seinen Wählern und Nichtwählern ungeniert einen weiteren Teil der Grundrechte.

  9. Iven Hanske sagt:

    Möchte auch ein paar Meter BAB, darf dann natürlich kein HUK Versicherter drüber, da die im Schadensfall vollständigen Schadensersatz nicht leisten können. Das geht natürlich nicht, denn Dummheit ist nicht strafbar. Aber ein Kassenhäuschen vorne weg wäre denkbar. Die Zuzahlungsknöpfe (HUK Versicherte zahlen wahrscheinlich am meisten) zum Risikoausgleich wären dann entsprechend der belegten Erfahrungen erforderlich. Könnte ja schon mal eine App programmieren, damit der Stau nicht die seriösen Versicherungsnehmer belastet, vielleicht wacht dann die Dummheit auf und erkennt das Billig später doch teuer werden kann;-)
    CH wir machen weiter, denn seriöser Erfolg macht zwar graue Haare aber diese sind sexy…

  10. virus sagt:

    @ Iven „Möchte auch ein paar Meter BAB ..“

    Du bist zu spät! Die Rendite-Quelle ist längst aufgeteilt.

    „Auch ausländische Investoren dürfen ran: Die US-Bank Goldman-Sachs betreibt 2.000 Autobahn-Kilometer, die Versicherung Signal IDUNA 2.500. Das Geld liegt auf der Straße. Und die Investoren können goldene Bilanzen schreiben. Dafür haben sie ihren Wohltätern Wolfgang Schäuble, Sigmar Gabriel und Alexander Dobrindt ein Denkmal gestiftet. Doch aus dem Traum des Bundesfinanzministers wurde nichts – zumindest vorläufig.“

    Mehr hier: http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/autobahnen-privat-100.html

    Gruß Virus

  11. Karle sagt:

    @Virus

    Da ist überhaupt nichts vom Tisch. Schäuble & Co wollen tatsächlich noch schnell das Grundgesetz ändern. Damit wird das Scheunentor zur Privatisierung aufgestoßen.

    Zitat Plusminus vom 07.12.2016:

    „Tagesschau und andere Medien berichten am 24. November 2016: Die umstrittene Teilprivatisierung von Autobahnen ist offenbar vom Tisch. Die Meldungen sorgen für Ruhe. Denn schließlich wollen auch die Länder, die für Autobahn-Bau und -Betrieb zuständig sind, keine Änderung.

    Doch kurze Zeit später wird ein Gesetzentwurf bekannt, der das Gegenteil beschreibt: Die neue Autobahn-Gesellschaft „kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben Dritter bedienen“, also doch Konzerne an die Fleischtröge lassen. Und das funktioniert so: Der Staat gründet eine Autobahn GmbH. Diese Gesellschaft beauftragt Investoren damit, Finanzierung, Bau und Unterhalt bestimmter Abschnitte zu übernehmen. Dafür bekommt die GmbH Steuergelder und die Maut, wenn sie irgendwann kommt. Was übrig bleibt fließt in die Kassen der Investoren.“

    Art. 90 GG aktuell

    Gesetzesentwurf Art. 90 GG neu

    Dieser Satz ist das „Scheunentor“.

    „Der Bund kann sich zur Erledigung seiner Aufgaben einer Gesellschaft privaten Rechts bedienen.“

    Denn eine Gesellschaft privaten Rechts, geplant ist eine GmbH !!!! (s.o.), kann jederzeit mit Kapitalgebern aus der Finanzwirtschaft zusammen arbeiten und entsprechende Gewinne nach Lust und Laune verteilen. Auch wenn diese Autobahngesellschaft im „unveräußerlichen Eigentum“ des Bundes stehen soll.

    Bestes Negativbeispiel, das zeigt, wohin Privatisierung führt, war die Komplett-Privatisierung der Autobahn-Raststätten (Tank & Rast GmbH). Ein richtig übler Heuschrecken-Abzockerverein, der seinesgleichen sucht. Trotzdem wurden selbst im Nachgang noch Gesetze zum Schutze dieser GmbH (z.B. Sanifair) geändert.

    Was aus der Privatisierung von Post und Bahn geworden ist, dürfte ja hinreichend bekannt sein. Zumindest für diejenigen, die zwangsläufig mit der Bahn reisen (müssen) oder gelegentlich ein Päckchen von der DHL bekommen. Von der Telekom erst gar nicht zu reden.

    Aktuelle Benachrichtigung der DHL zu einem Päckchen im Briefkasten: „Isse bei Nakbar“. Bei welchem Nachbarn, kann man dann auswürfeln oder alle 10 mal abklappern. Man hat ja sonst nichts zu tun. 8,50 Euro Mindestlohn macht´s möglich. Vorbei die Zeiten, bei denen der Postbote noch persönlich bekannt war und die Kommunikation in der Amtssprache Deutsch abgewickelt wurde.

    Bisher ist jede Privatisierung staatlicher Unternehmen kläglich gescheitert und hat die Bürger mit zusätzlichen Kosten belastet. Warum also ist der Schäuble nun so scharf darauf, die Autobahnen zu verkloppen?

    Siehe hierzu auch: Tagesspiegel vom 15.11.2016

  12. virus sagt:

    https://www.gemeingut.org/kabinett-will-autobahnprivatisierung-beschliessen/

    Bundesrechnungshof warnt in neuem Gutachten vor Autobahnprivatisierung per ÖPP

  13. HD-30 sagt:

    Wenn selbst der rechte Ex-Haider-Berater (ÖVP), Stefan Petzner, in einer Talkshow vor den rechten Opportunisten warnte und meinte – “ Ich versteh das nicht. Das sind doch alles Themen für die Linken – und keiner von den Systemparteien CDU / SPD macht was draus?“, – kann man nur noch den Kopf schütteln. Merkt das denn keiner – oder will es keiner merken wohin die Reise geht?

    Wenn nicht innerhalb dieser Systemparteien schleunigts ein grundlegender Wandel in Richtung zurück zum Grundgesetz und einer Demoraktie mit erheblich mehr Gerechtigkeit innerhalb unserer Gesellschaft und auch in der EG stattfinden, werden diese Parteien und auch die Demokratie – wie sie im GG formuliert wurde – das nicht überleben. Aber was tun sie statt dessen? Sie führen sich auf wie die Bordkapelle auf der Titanic.

    Als Kolateralschäden bleiben dann die Freiheit, der Wohlstand, die EG und möglicherweise auch der Frieden auf der Strecke. Wie blöde muss man eigentlich sein, das nicht zu erkennen?

  14. virus sagt:

    Art. 90, Satz 2 GG neu

    2) Die Verwaltung der Bundesautobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen außerhalb
    geschlossener Ortslagen mit unmittelbarer Anbindung an Bundesautobahnen
    wird in Bundesverwaltung geführt. Der Bund kann sich zur Erledigung seiner Aufgaben einer Gesellschaft privaten Rechts bedienen.
    Diese Gesellschaft steht im unveräußerlichen Eigentum des Bundes.
    Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

    Artikel 143e [Übergangsvorschriften für die Verwaltung der Bundesautobahnen]

    (1) Abweichend von Artikel 90
    Absatz 2 werden die Bundesautobahnen und autobahnähnlichen Bundesstraßen
    außerhalb geschlossener Ortslagen mit unmittelbarer Anbindung an Bundesautobahnen
    längstens bis zum 31. Dezember 2020 in Auftragsverwaltung durch die Länder oder die nach Landesrecht
    zuständigen Selbstverwaltungskörperschaften geführt. Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz, die Umwandlung der Auftragsverwaltung in Bundesverwaltung nach Artikel 90 Absatz 2 und 4 zu regeln.

    Schäuble und Co. muss es sehr ernst sein mit der Fremd-Fütterung der Finanzkonzerne, wenn bereits im Entwurf auf Art. 19 Abs.. 4 GG (Zitiergebot) zugegriffen wurde.
    Und, es geht nicht nur um die BAB, auch die Bundesstraßen sind, je nach Auslegung, betroffen. Mit der Folge, jeder Bürger mit einem Fahrzeug unter dem Hintern wird zur Kasse gebeten werden.

    Ergo: Viel zu viele Politiker hocken schon viel zu lange in Lobbyisten-Sesseln.

  15. Babelfisch sagt:

    Wer sich dafür interessiert, wie die Partei des Wirtschaftsministers über die Verhinderung der Privatisierung der Autobahnen infomiert wurde, kann diesen folgenden Artikel in der „Zeit“ finden:

    http://www.zeit.de/2016/44/spd-sigmar-gabriel-autobahnprivatisierung

  16. Iven Hanske sagt:

    Ist doch alles nur heiße politische Luft, die keiner braucht und die Opposition reizen soll. Es wird nicht realisierbar sein, da spricht doch das Risiko schon eine erhellende Sprache, welches das Kerngeschäft eines Versicherers und dessen Versicherungsnehmer nicht tragen darf und kann. Pleite gibt es auch im Großen, das wissen auch die Verantwortlichen.

  17. virus sagt:

    Angeblich ist die Privatisierung der Autobahnen vom Tisch und die „notwendigen“ Grundgesetzänderungen werden kein Wahlkampfthema sein.
    Habe ich da was verpasst, kommen Politiker angezogen auf die Welt?

    Frankfurter Allgemeine

    „Das war nicht einfach zu formulieren.“ Bei der ab 2021 geplanten Infrastrukturgesellschaft des Bundes war es für die Länder Sellering zufolge ganz entscheidend, dass Autobahnen und die Gesellschaft nicht privatisiert werden können und es keine Nachteile für Beschäftigte in den bisherigen Landesverwaltungen gebe.

    „Beschlossen werden sollen die zahlreichen Grundgesetzänderungen sowie die Einzelgesetze dann im Frühjahr nächsten Jahres. Der schwierige Finanzpakt könnte damit aus dem Bundestagswahlkampf 2017 herausgehalten werden.“

    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bund-und-laender-einig-ueber-gesetzespaket-zur-finanzreform-14566234.html

  18. Ein Huk-Versicherter sagt:

    Sehr geehrte Redaktion,
    sehr geehrter Herr Dampf,

    leider habe ich von Ihrem Bericht erst Anfang Dezember erfahren, da war leider die Wechselfrist abgelaufen. Aber aufgrund Ihres informativen Berichtes habe ich der Huk-Versicherung bereits meine Kündigung für nächstes Jahr mitgeteilt. Warum haben Sie den Bericht nicht schon Anfang November veröffentlicht? Dann wären sicherlich noch mehr Versicherte von der Huk-Coburg abgewandert.

    Jetzt bin ich treuer Leser Ihres Internetauftritts.

  19. HD-30 sagt:

    @Iven Hanske „Ist doch alles nur heiße politische Luft…“ Schön wär’s – allein mir fehlt der Glaube.

    Und welche Opposition denn bitteschön? Frau Wagenknecht alleine kann es wohl kaum richten.
    Ich finde es widerlich, wie mit solchen Tricksereien unser Gemeinwesen ausgehöhlt, aufgezehrt und von innen her langsam vertilgt wird.

    Ob diese weit fortgeschrittene Krankheit Namens Lobbykorruption noch heilbar ist, darf durchaus bezweifelt werden.

    Ungeniert wird dem Bürger erklärt, dass sei alles zu seinem Besten – aber leider sei er nur zu doof dazu das zu begreifen. Ja – ja, – so wird’s wohl sein.

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